Aktuelle Planungen

Bürgerhaus in Gräfelfing: Zwei Millionen Euro Mehrkosten für Sanierung

Eine edle Keramikfassade soll der Bürgerhaus-
Turm nun bekommen – einer von mehreren Punkten, welcher die Baukosten weiter steigen lässt.
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Eine edle Keramikfassade soll der Bürgerhaus- Turm nun bekommen – einer von mehreren Punkten, welcher die Baukosten weiter steigen lässt.

Die neuesten Pläne zur Sanierung des Gräfelfinger Bürgerhauses wurden vorgestellt. Das Projekt soll fast zwei Millionen Euro teurer werden als gedacht.

Gräfelfing - Die Generalsanierung des Gräfelfinger Bürgerhauses nimmt immer größere Ausmaße an.

Im jüngsten Bauausschuss stellte Architekt Klaus Molenaar die aktuellen Planungen und Kostenschätzungen vor. Das Ergebnis: Mit einem Gesamtvolumen von 14,6 Millionen Euro brutto wird der Umbau fast zwei Millionen Euro teurer als zuletzt angedacht.

Allein die Kosten für Beleuchtung und Bibliotheksumbau haben sich fast verdoppelt, auf rund 330 000 Euro je. Auch der Abbruch wird etwa 200 000 Euro teurer. Zudem werden Bühne und der geplante Anbau hinter dem Bürgerhaus etwas größer als bisher geplant.

Nach Vorstellung des Architekten soll der neue Bürgerhaus-Turm auch eine Verkleidung aus Keramik bekommen. „Das ist natürlich teurer als eine normale Fassade, aber lohnt sich unbedingt“, so Molenaar, der etwa geringe Wartungskosten anführte. Vorbild für das Design sei das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg.

Bücherei übergangsweise bei Doemens

Bürgermeister Peter Köstler (CSU) legte dem Ausschuss trotz Mehrkosten ans Herz, die Pläne abzusegnen. „Das Haus wird deutlich gewinnen. Nicht nur an Raum, sondern auch an Qualität.“

Bei einer Gegenstimme unterstützte das Gremium den Entwurf und leitete diesen zur Entscheidung an den Gemeinderat weiter. Ein Ergebnis der Debatte am Dienstagabend lag zu Redaktionsschluss nicht vor.

Eine Idee gibt es jetzt auch für die Unterbringung der Gemeindebücherei während der Bauarbeiten. Diese sollen im Juli 2022 beginnen und zwei Jahre dauern. „Da kommt uns der Auszug der Doemens-Akademie aus den Gebäuden an der Stefanusstraße entgegen“, so Köstler.

Annette Kitzmann-Waterloo (SPD) gab zu bedenken, dass man dort dann vor 2024 keine Wohnungen schaffen könnte. Schneller werde es vermutlich ohnehin nicht gehen, so Köstler.

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