„Modern und leistungsfähig“

Das sind die Ziele des neuen Feuerwehr-Kreisbrandrats Harald Stoiber für den Landkreis München

1991 ist Harald Stoiber bei der Freiwilligen Feuerwehr eingetreten. Jetzt wechselt er vom roten Feuerwehrauto zum Schreibtisch.
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1991 ist Harald Stoiber bei der Freiwilligen Feuerwehr eingetreten. Jetzt wechselt er vom roten Feuerwehrauto zum Schreibtisch.

Die Wache am Landratsamt München bekommt einen neuen Chef – wie seine Pläne für eine moderne Feuerwehr aussehen, erklärt der neue Kreisbrandrat Harald Stoiber in Hallo.

  • Der Pullacher Harald Stoiber ist neuer Kreisbrandrat im Landratsamt München
  • Künftig will er zwischen Verwaltung und Feuerwehr vermitteln
  • Mit neuen digitalen Angeboten möchte er ehrenamtlichen Nachwuchs gewinnen

Harald Stoiber ist jetzt zum neuen Kreisbrandrat gewählt worden und leitet die Inspektion beim Landratsamt. Ihm sind 4100 Kameraden aus 45 freiwilligen und sieben haupt- und nebenberuflichen Feuerwehren unterstellt, die in 29 Gemeinden Feuer löschen. Der Pullacher bezeichnet sich selbst als „kleinen Politiker“ – weil er in seiner künftigen Position zwischen Verwaltung und Feuerwehr vermittelt.

Stoiber wird den Landkreis München, die Gemeinden und die Feuerwehren bezüglich Brandschutz und technischem Hilfsdienst beraten: „Ich bin der sachkundige Arm der Verwaltung und übernehme die Fachaufsicht der Feuerwehr.“

Harald Stoiber, neuer Kreisbrandrat für den Landkreis München: „Größte Herausforderung ist der Bürokratie-Abbau.“

Als ehemaliger Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pullach und nach wie vor Leitstellendisponent der Einsatzzentrale weiß der 44-Jährige, wo es brennt: „Die größte Herausforderung sehe ich im Bürokratie-Abbau. Der Kommandant wird durch Statistiken und Schreibtischarbeit zu sehr belastet.“ Stoiber schlägt vor, „alles beim Kreisfeuerwehrverband zu bündeln“, vielleicht mit einem Leitstellensystem. „Hier gilt es nach Lösungen zu suchen, auch zusammen mit dem Bayerischen Landesfeuerwehrverband“, empfiehlt er.

Künftig möchte Stoiber sich für eine „moderne leistungsfähige Feuerwehr“ einsetzen. „Mit einem neuen digitalen Ausbildungsangebot wollen wir theoretische Abendkurse für Jugendliche attraktiver machen.“ Denn an ehrenamtlichem Nachwuchs mangele es.

Neuer Kreisbrandrat will die Gesundheit der Feuerwehr-Kameraden schützen

Auch sei es Aufgabe des Kreisbrandrats mit Bürgermeistern und Gemeinderäten über Wohnraum speziell für die Kameraden zu sprechen, um sie in den Gemeinden zu halten. „Die Feuerwehr ist wichtig für die Gemeinschaft im Ort. Letztlich ist sie lebenswichtig“, betont Stoiber.

Auch die Gesundheit der ehrenamtlichen Lebensretter will er durch mehr Sportangebote präventiv unterstützen: „Der Beruf bringt eine hohe physische Belastung mit sich. Wenn man Personen durch enge Treppen trägt, geht das auf die Wirbelsäule und zu Lasten der Gesundheit.“

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