Kosten: 5,7 Millionen

Martinsrieder Kita ausgebrannt: Jetzt stehen die Pläne für einen Neubau – 2022 soll es losgehen

Für 5,7 Millionen Euro soll das Kinderhaus St. Martin neu aufgebaut werden.
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Für 5,7 Millionen Euro soll das Kinderhaus St. Martin neu aufgebaut werden.

2018 brannte der Kindergarten in Martinsried in der Einsteinstraße aus. Nun stehen die Pläne für einen Wiederaufbau fest. Die Kosten des Projekts betragen 5,7 Millionen Euro.

Martinsried - Die Bilder des abgebrannten Kinderhauses St. Martin dürften vielen noch im Gedächtnis sein.

2018 hatte die Martinsrieder Einrichtung wegen eines technischen Defekts lichterloh in Flammen gestanden – zum Glück nachts, sodass niemand zu Schaden kam. 2019 wurde die Ruine abgerissen. Seitdem prangt an der Einsteinstraße eine Lücke.

Ab dem Frühjahr 2022 soll damit Schluss sein: Dann will die Kirchenstiftung St. Elisabeth Planegg mit dem Neubau der Kita beginnen. Bisher angedacht ist eine Bauzeit von 14 Monaten.

Den Entwurf für den Neubau hat der Gemeinderat Planegg in seiner jüngsten Sitzung jetzt abgesegnet. Ein Vorentwurf war bereits im Dezember präsentiert worden. „In der Zwischenzeit haben wir alle ihre Anregungen in die Planungen aufgenommen“, so Architekt Hans Wechner zu den Gemeinderäten.

Konkret bedeutet das: Der Neubau wird sowohl zwei Kindergarten- als auch zwei Hortgruppen ein Zuhause geben. Bislang hat die Einrichtung nur eine Hortgruppe.

Visualisierung des neuen Kinderhauses in Martinsried.

„Im Erdgeschoss werden Wirtschafts- und Personalräume sowie die Kindergartenkinder untergebracht, im Obergeschoss der Hort“, erklärte Wechner seine Planungen. Zudem wird das neue Gebäude zum Teil unterkellert, alle Geschosse sind mit einem Lift zugänglich.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Kirche werden größtenteils nachwachsende Rohstoffe verbaut. „Alles, was möglich ist, machen wir aus Holz. Sogar einige tragende Wände“, so der Architekt. Eine Photovoltaik-Anlage und Begrünung auf dem Dach unterstreichen die nachhaltige Bauweise.

Nach den derzeitigen Berechnungen soll der Neubau 5,7 Millionen kosten – deutlich mehr als in ersten Schätzungen gedacht. Dabei hat die Gemeinde den deutlich größten Kostenanteil zu tragen: inzwischen knapp drei Millionen Euro. Von der Versicherung sind derzeit 1,5 Millionen Euro Zuschuss versprochen, noch stehe man aber in Verhandlungen, erklärte die Fachplanerin Katharina Röser.

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Kosten für zweite Hortgruppe trägt Gemeinde Planegg allein

Manch einen Gemeinderat erinnerte das an die immer teurere Sanierung der Grundschule Planegg. „Keiner will noch so ein Abenteuer erleben“, mahnte Florian Zeller (FWD) die anwesenden Fachplaner. Die verwiesen darauf, dass die Kostenberechnungen bereits sehr detailliert vorliegen und wenig Raum für unangenehme Überraschungen böten.

Für die bisherige Teuerung gebe es mehrere Gründe: Einerseits seien im Bereich des Sandkastens Altlasten entdeckt worden, vermutlich Überreste des Brandes. Zudem mussten wegen der Erweiterung um eine Hortgruppe weitere Stellplätze und größere Freianlagen geplant werden.

Die Kosten für die zweite Hortgruppe trägt die Gemeinde Planegg dabei allein. Dafür muss sie zudem der Kirche ein Stück des Parc de Meylan verpachten. Dieser wird der Außenanlage der Kita zugeschlagen.

rea

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