Interesse an Kauf des Areals

Geheim-Gespräche zu Heide-Volm-Grundstück: Nutzt die Gemeinde Planegg ihr Vorkaufsrecht?

Schon seit Wochen wird die Festhalle auf dem Heide-Volm-Grundstück abgerissen.
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Schon seit Wochen wird die Festhalle auf dem Heide-Volm-Grundstück abgerissen.

Das Planegger Traditionsgasthaus Heide-Volm musste wegen Corona schließen. Die Gemeinde ist an einem Kauf interessiert. Erste Gespräche sollen schon stattgefunden haben.

Planegg - Was passiert mit dem Grundstück der Heide-Volm? Das muss die Gemeinde Planegg jetzt mit der Wirtefamilie Heide klären. Andernfalls könnte bald eine Baulücke das Areal neben dem Bahnhof Planegg prägen.

Schon seit Wochen machen sich dort Bagger und Kräne am Abriss der Festhalle zu schaffen. Mitte März haben die Wirte das vollständige Aus der Traditionsgaststätte bekannt gegeben.

Für Planegg hat das städtebauliche Folgen: Weil die Familie das Grundstück an einen Investor verkaufen will, sind die über Jahre mit der Gemeinde entwickelten Pläne passé, auf dem Areal der Festhalle einen Supermarkt und Wohnungen zu errichten.

Es sei denn, die Gemeinde kann das Areal selbst erwerben. Dafür hat der Gemeinderat bereits Ende März eine Vorkaufssatzung erlassen.

Geheime Gespräche zwischen Gemeinde und Wirtsfamilie

„Wir sind sehr interessiert daran, unser Vorkaufsrecht zu nutzen“, sagt Planeggs Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU). Dafür müsste sich die Gemeinde mit der Wirtefamilie auf eine Kaufsumme einigen. Erste Gespräche gebe es – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Wir haben Stillschweigen vereinbart“, so Nafziger.

Klar ist: Die Gemeinde wird für das Filet-Grundstück viel zahlen müssen – und das, obwohl sie ab 2022 wohl ohnehin nicht mehr schuldenfrei ist. Nafziger glaubt dennoch, dass ein Kauf sinnvoll ist.

„Es ist ja auch eine große Chance für Planegg.“ Die in anderen Medien genannte Kaufsumme von 25 Millionen Euro bestätigt er auf Nachfrage aber nicht. „Über konkrete Zahlen wurde bisher nicht gesprochen“, so Nafziger.

Noch offen ist auch, wie lange sich die Umgestaltung des Geländes durch die Verhandlungen verzögert. Auch die Entwicklung des gegenüberliegenden Bahnhofsareals Nord wird ausgebremst.

Nafziger hofft, dass die Gespräche in den kommenden Monaten beendet sind. „Es wird sicher keine Jahre dauern. Allen ist daran gelegen, bald eine Entscheidung zu treffen.“

rea

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