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Tempo 30 ignoriert? - Elternbeirat schlägt Alarm wegen Verkehr vor Schulcampus

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Von: Benedikt Strobach

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An der Mitterfeldallee gilt im Bereich des Schulcampus eigentlich Tempo 30. Michael Gernet und Frauke Klenner vom Elternbeirat der Grundschule beobachten aber häufig Verstöße.
An der Mitterfeldallee gilt im Bereich des Schulcampus eigentlich Tempo 30. Michael Gernet und Frauke Klenner vom Elternbeirat der Grundschule beobachten aber häufig Verstöße. © Benedikt Strobach

In der Mitterfeldalle in Unterföhring gilt - den Kindern zum Schutze - Tempo 30. Doch viele Autofahrer ignorieren das Tempolimit und stellen dadurch eine Gefahr für Schulkinder dar. Jetzt wollen Eltern dagegen vorgehen:

UNTERFÖHRING Wer um 7.25 Uhr vor der Grundschule an der Mitterfeldallee in Unterföhring steht, ist dort relativ alleine. Fünf Minuten später aber begegnen einem im Sekundentakt Kinder. Mit ihren Rädern, Rollern oder zu Fuß drängen sie dicht aneinander vorbei zur Schule.

Dass die Situation durchaus gefährlich sein kann, weiß Michael Gernet, Vorsitzender des Elternbeirats der Grundschule. „Die Mitterfeldallee ist eine viel befahrene, vierspurige Straße, die unser Gewerbegebiet mit der Gemeinde verbindet. Hier fahren Autos häufig schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer“, erklärt der 42-Jährige.

Tempo 30 in der Mitterfeldallee häufig von Autofahrern ignoriert

Brisant: „Kurz vor der westlichen Unterführung, durch die die Kinder zur Schule kommen, macht die Straße eine Linkskurve. Ich habe hier oft Fahrer am Handy gesehen. Wenn diese die Kurve bei überhöhter Geschwindigkeit zu spät bemerken und auf den Gehweg fahren, könnte es für die Kinder böse enden“, warnt Gernet.

„Hier fahren die Leute besonders rücksichtslos, auch auf den Parkplatz vor der Schule“, bestätigt Elternbeirätin Frauke Klenner. Über diesen müssen die Kinder jedoch auf dem Weg in die Schule gehen. „Hier kommt es oft fast zu Zusammenstößen“, sagt sie.

Forderung um Raser zu stoppen: Geschwindigkeitsanzeigen, Banner und Blitzer

Die Forderung: „Früher gab es Geschwindigkeitsanzeigen. Diese haben das Tempo-Problem verbessert“, sagt Gernet. Außerdem könnte man Banner an der Brücke aufhängen. Sein Anliegen brachte der 42-Jährige in der Bürgerversammlung der Gemeinde ein.

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) hielt jedoch eine andere Maßnahme für wichtiger: „Solche Raser erwischt man nur mit Geldstrafen und Punkten.“ Daher überlege man, Blitzer aufzustellen. Banner werde man zusätzlich prüfen. Sensibilisierung für die Situation sei aber auch wichtig. Diese betreiben die Eltern schon, betont Gernet. „Aber einfache Gefahren sollte man aus dem Weg schaffen.“

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