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Ob Hauptstraße oder Lavendelweg

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Lavendel ist die ideale Gartenpflanze für trockene Sommer. In Kirchheim wird ein Weg nach dem Halbstrauch benannt.
Lavendel ist die ideale Gartenpflanze für trockene Sommer. In Kirchheim wird ein Weg nach dem Halbstrauch benannt. © Andrea Warnecke/dpa

Im Gebiet des Bebauungsplanes Kirchheim 2030 galt es, vier zentrale Straßen zu benennen. Im Neubaugebiet Hausen Süd wurden ebenso neue Straßen getauft.

Straßenschilder sind allgegenwärtig und die wenigsten wissen, warum diese so heißen und was sich hinter ihrem Namen verbirgt. Für die Schilder sind die Gemeinden zuständig. Dort sollen eine rasche und zuverlässige Orientierung sorgen und insbesondere bei Notfällen einen effektiven Einsatz der Rettungsdienste und der Polizei garantieren. Soweit Straßen und Plätze neu zu benennen sind, sollten die Gemeinden die Verwendung von Flurnamen prüfen. Bodenständige alte Flurnamen eignen sich wegen des örtlichen geschichtlichen Bezugs vorzüglich für die Benennung. Das Recht, den öffentlichen Straßen (und Plätzen) Namen zu geben, ist eine Selbstverwaltungsangelegenheit der Gemeinden.

Beispielsweise in Kirchheim, wo man im Gebiet des Bebauungsplanes „Kirchheim 2030“ vier zentrale Straßen neu benannt hat. Die Verbindungsstraße zwischen dem Heimstettener Moosweg und dem neuen Kreisverkehr an der Auffahrt der Staatsstraße trägt den Namen „Parkallee“. Die bestehende Ludwigstraße und deren geplante Verlängerung soll zur „Hauptstraße“ werden. Dabei ist die Umbenennung kein Problem für die Anwohner, da an dem betroffenen Abschnitt keine Hausnummern vergeben seien. Der ehemalige südliche Zu- und Abfahrtsast der Staatsstraße 2081 wird künftig „Rathausstraße“ heißen. In Erinnerung an Altbürgermeister Hermann Schuster, der von 1976 bis 1990 die Geschicke Kirchheims leitete, wird die Erschließungsstraße des neuen Baugebiets an der Heimstettner Straße nördlich des Lindenviertels zur „Bürgermeister-Schuster-Straße“.

Auch das Neubaugebiet Hausen Süd erhielt Straßennamen: Angelehnt an den bereits bestehenden Salbeiweg werden die neuen Straßen — ganz botanisch — Lavendelweg, Rosmarinweg, Kamillenweg und Melissenweg getauft.

Der Vorschlag, die Straßen nach den Hofnamen der Eigentümer zu benennen, wurde mehrheitlich nicht befürwortet.

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