Zündende Idee bei der Autofahrt

Nina Reinauer aus Aying hat ein Lernspiel entwickelt

Ein kleiner Junge spielt das Spiel Maximare.
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Spielspaß für Groß und Klein. „Maximare“ vermittelt Kindern den Zahlenraum bis 100 und das Zahlenverständnis für das Zehnersystem.

Um ein Spiel zu erschaffen, braucht es eine Menge Esprit. Wie es gelingt, dem Erfindergeist Ausdruck zu verleihen, zeigt eine Ayinger Mutter mit dem Lernspiel „Maximare“.

Nina Reinauer ist eine der Personen, die sich Spiele ausdenken. Während der Autofahrten zum Kindergarten ihres Sohnes kam ihr ein weitreichender Gedanke. Beide haben ein großes Interesse an Zahlen. So entschied sich die 37-Jährige, statt das Autoradio einzuschalten und sich unnütz berieseln zu lassen, auf Zahlenspiele umzusteigen.

Umso höher die Zahl, desto schwerer vermittelbar für Kinder, stellte Reinauer fest und das wollte sie ändern. „Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich meinem Kind die Zahlen bis 100 verdeutlichen kann“, so die Spiele-Erfinderin. Lernmaterialien, die diese Größenordnung darstellen, sind in handelsüblichen Märkten kaum zu finden. Also hat sie über eine Grafikdesign-Plattform selbst Fischformen visualisiert, ausgedruckt und auf Moosgummi geklebt.

Doch damit nicht genug. Im nächsten Schritt galt es, herauszufinden, wer in der Lage ist, aus ihrer Idee ein ganzes Spiel zu entwickeln. Über das Internet wurde Reinauer auf eine Firma in der Nähe von Augsburg aufmerksam. Nachdem die technische Machbarkeit besprochen wurde und mehrere Besuche in der Fabrik erfolgt waren, kam es schließlich zur Produktion von „Maximare“.

Das Spiel setzt sich aus zehn puzzleartigen Teilen zu einer Unterwasserwelt zusammen, in denen jeweils zehn freie Fischformen zu finden sind. Die Kinder müssen die Formen mit nummerierten Fischen bestücken und bekommen dadurch einen deutliches Bild der Zahlen 1 bis 100 vermittelt. Für „Maximare“ ist nicht nur Können, sondern auch Glück gefragt. „Die Spielregeln und auch die Spielanleitung habe ich selbst erstellt. Mir war es außerdem wichtig, dass jedes Tier ein Lächeln auf dem Gesicht hat“, erklärt Nina Reinauer.

Ein weiteres Anliegen der Spiele-Erfinderin ist es gewesen, das Spiel in Deutschland produzieren zu lassen, um faire Arbeitsverhältnisse zu gewährleisten. Und sollten mal Teile verloren gehen, können diese problemlos nachbestellt werden. Um sich das nötige wirtschaftliche Knowhow einzuholen, hat YouTube ganzen Dienst geleistet.

Reinauer hat zunächst eine GmbH gegründet und zusätzlich privat investiert. Auch Instagram ist ein wesentlicher Eckpfeiler für ihre Arbeit und im Umgang mit ihren Kunden. Hier trudeln stetig neue Ideen und Anregungen in ihrem Postfach ein. Das soziale Netzwerk ist also der ideale Ort, um sich auszutauschen und so entwickelt sich das Spiel immer weiter in einem großen Auffangbecken für kreatives Schaffen.

Roman Wintz

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