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„Täglich neue Infektions-Rekorde“

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Von: Verena Rudolf

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Die Labore kommen auch im Landkreis München bei PCR-Tests an ihre Kapazitäts-Grenzen. rus - PCR-Test
Die Labore kommen auch im Landkreis München bei PCR-Tests an ihre Kapazitäts-Grenzen. © Julian Stratenschulte/dpa

Mit den täglich explodierenden Infektionszahlen auch im Landkreis München appelliert das Landratsamt an das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen. 

Der Omikron-Effekt schlägt zu. Würde man an dieser Stelle die Sieben-Tages-Inzidenz vermelden, wäre sie kurz später wieder überholt. Die 1000er-Schwelle ist längst überschritten. „Von Tag zu Tag haben wir neue Rekord-Infektionen“, so Landrat Christoph Göbel beim wöchentlichen Pressetermin. Das Gesundheitsamt kämpft mit den Meldungen von neuen Fällen, die Labore geben ihr Bestes, um überhaupt noch hinterher zu kommen. „Vereinfacht gesagt, haben wir nur noch Omikron-Fälle“, so Göbel weiter. „Omikron ist auf alle Fälle die absolut überwiegende Variante.“

Kontaktiert werden ohnehin nur noch die Indexpersonen, also Personen mit einem positiven Befund. Angehörige der vulnerablen Gruppen werden immer bevorzugt kontaktiert. Jede Kontaktpersonen zeitnah telefonisch zu benachrichtigen, das sei schlicht nicht mehr zu bewältigen. „Das Infektionsgeschehen ist sehr dynamisch“, sagt Göbel. Ob in Pflege-Einrichtungen und Asylunterkünften ebenso wie in Schulen und in Kindertageseinrichtungen — überall explodieren die Zahlen.

Dank der Öffentlichkeitsarbeit der vergangenen Wochen und Monate habe das Landratsamt indes den Eindruck, dass die Bürger gut informiert seien und mittlerweile selbst wüssten, was zu tun sei, wenn sie feststellen, Index- oder Kontaktpersonen zu sein. Auch das Gesundheitsamt des Landkreises nimmt weniger Ärger als zuvor wahr. „Wir stellen fest, dass die Menschen zunehmend Verständnis haben“, sagt Gesundheitsamtleiter Gerhard Schmid. Und der Landrat ergänzt: „Sowohl die Corona-Warn-App als auch zum Beispiel unsere Anweisungen auf unserer Homepage geben Kontaktpersonen genau vor, was zu tun ist.“ Das Landrats-

amt vertraut auf das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen. Klar, wer zum Beispiel geboostert sei, müsse zwar nach den neuen Regelungen nicht mehr in Quarantäne. Jeder könne das Virus in sich tragen. Daher sei es natürlich durchaus sinnvoll, wenn sich auch ein dreifach Geimpfter im Verdachtsfall selbst testet. Ebenso sollte jeder selbst bei einem positiven Befund selbst enge Kontaktpersonen informieren. Und diese können sich meist auch schon wieder freitesten, bevor sie überhaupt von der Behörde kontaktiert werden. Aktualisierte Informationen gibt es dazu unter www.landkreis-muenchen.de.

Impfstoff sei weiter genug vorhanden — für Erwachsene ebenso wie für Kinder. „Erwartungsgemäß ist die Nachfrage nach Kinderimpfungen für Fünf- bis Elfjährige nun mit Schulbeginn im Januar gestiegen“, berichtet der Landrat. 10.240 Impfungen wurden (Stand 20. Januar) an Kinder zwischen fünf und elf Jahren im Landkreis verabreicht, 4259 davon in den Impfzentren. Informationen zu dem Anmelde-Verfahren für Kinder-Impfungen und Informationen zu anderen Impfung-Aktionen im Landkreis gibt es unter www.landkreis-muenchen.de/jetztimpfen.

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