Absage schweren Herzens

Ottostraßenfest muss auch 2021 pandemiebedingt ausfallen

Besuchermenge auf dem Ottostraßenfest in Ottobrunn.
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Bei schönem Wetter kommen bis zu 20.000 Menschen auf zum Ottostraßenfest nach Ottobrunn. Wegen er hohen Auflagen muss das Fest auch 2021 pandemiebedingt ausfallen.

Das Ottostraßenfest fällt auch 2021 aus. Warum trotz sinkender Zahlen die beliebte Veranstaltung nicht stattfinden kann, erklärt Organisatorin Susanne Vordermaier.

Wenn Susanne Vordermaier (kleines Foto) vom Ottostraßenfest spricht, dann schwingt viel Herzblut und Leidenschaft mit – aber auch Wehmut. Denn nach 2020 wird das Fest, das immer am letzten Samstag in den Sommerferien stattfindet, auch in diesem Jahr ausfallen.

„Wir haben uns frühzeitig entschieden, es auch in diesem Jahr ausfallen zu lassen, weil die Zahlen noch zu hoch waren und alles mit einer Menge Auflagen verbunden wäre“, erklärt Vordermaier, die bei der Gründung dabei war und das Fest seit über 30 Jahren organisiert.

Der Aufwand für das Straßenfest sei schon ohne Pandemie und Auflagen immens. Sie beginne jedes Jahr bereits im Januar mit der Organisation. Nun seien die Infektionszahlen zwar zurückgegangen, aber „im Juni hätte ich keine Möglichkeit gehabt, das in irgendeiner Art noch abzusagen“, verdeutlicht Vordermaier.

Das Problem sei, dass die Ottostraße, auf der das Fest stattfindet, viele Nebenstraßen hat, die alle hätten abgesperrt und kontrolliert werden müssen. Das Straßenfest ziehe auch aus dem Umland viele Besucher an. An schönen Tagen wurden bis zu 20.000 Menschen das Fest besuchen. Das Aufkommen an Polizei und Sicherheitspersonal hätte deutlich erhöht werden müssen.

Außerdem hätte es für die Besucher weitere Einschränkungen, wie etwas eine Maskenpflicht, gegeben. Da sie als Veranstalter nicht zu 100 Prozent eine Ansteckungsgefahr verhindern hätten können, blieb nur die Absage. Die Gesundheit aller stehe schließlich an erster Stelle. Durch all die Kontrollen und Einschränkungen würde der fröhlich Charakter des Festes verloren gehen.

„Gescheit oder gar nicht!“, so sehe das Vordermaier. Dennoch falle ihr die erneute Absage besonders schwer. „Wir vermissen unsere Teilnehmer und vor allem unsere Besucher. Egal, ob Groß oder Klein, ob Alt oder Jung – wir alle zusammen haben das Familienfest zu dem gemacht, was es war“, erklärt sie.

Nun liegen alle Hoffnungen auf dem kommenden Jahr, damit dann im September wieder das Ottostraßenfest in gewohnter Form stattfinden kann.

ija

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