Bezug ist für den Frühsommer 2022 geplant

Wohnbau an der Münchner Straße Planegg: Richtfest im Herbst

Wohnungsbau an der Münchner Straße in Planegg
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Der Rohbau an der Münchner Straße 13 steht bereits.

Für 16 neue Wohnungen an der Münchner Straße in Planegg ist der Rohbau abgeschlossen. Wie es weitergeht, warum Planegger mit geringem Einkommen profitieren...

Planegg - Der Rohbau steht, das Richtfest folgt im Herbst: An der Münchner Straße 13 in Planegg entstehen derzeit 16 neue Wohnungen in zwei Häusern. Profitieren sollen Einheimische mit geringem Einkommen sowie Flüchtlinge.

Durchschnittsmiete für 16 neue Wohnungen unter zehn Euro

„Die Durchschnittsmiete wird unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen“, so Margit Eusemann vom Bauamt Planegg bei einem Baustellenrundgang. Möglich ist dies, weil das Projekt im Rahmen des kommunalen Wohnraumförderprogramms von der Regierung von Oberbayern unterstützt wird.

Seit 2007 wird die Fläche an der Münchner Straße entwickelt. Aktuell wird mit den beiden Gebäuden der dritte Bauabschnitt realisiert. „Wir wollten einen städtebaulichen Raum schaffen, der von großer Qualität ist“, so Architekt Roland Speckle. So soll der Innenhof, der sich mit den bereits bestehenden Häusern bildet, zum Begegnungsort werden.

Mangel an Baumaterial auch in Planegg zu spüren

In den Häusern selbst entstehen je acht Wohneinheiten – vom Ein-Zimmer-Appartement mit 38 Quadratmetern bis zur Vier-Raum-Wohnung mit über 77 Quadratmetern. „Sie sind flächenmäßig eher klein, aber bei geschickter Möblierung sehr angenehm zu bewohnen“, so Speckle. Jede Wohnung hat einen individuellen Grundriss sowie Terrasse oder Balkon.

In den zwei Häusern entstehen je acht Wohnungen – unter anderem im Dachgeschoss.

„Wenn wir so weitermachen wie beim Rohbau können die Wohnungen im Frühsommer bezogen werden“, stellt Karl Scheinhardt, Geschäftsführer der Baugesellschaft München Land, in Aussicht. Und mahnt gleichzeitig: „Es gibt aktuell einen deutlichen Mangel an Baumaterialien und Fachkräften.“ Das sei auch in Planegg zu spüren.

Wann die Wohnungen für potenzielle Mieter ausgeschrieben werden, ist noch nicht klar. Für die Vergabe werden dann aber die erst Ende Juli veränderten Richtlinien für Gemeindewohnungen

Veränderte Vergaberichtlinien für Gemeindewohnungen

Um Mietmissbrauch vorzubeugen hat der Gemeinderat Planegg auf Antrag der „Liste FDP“ eine Veränderung der Vergaberichtlinien mehrheitlich beschlossen. Bisher mussten Wohnungsbewerber mindestens fünf Jahre lang ihren Hauptwohnsitz in Planegg gehabt haben. Dies wurde nun konkretisiert.

Als Hauptwohnsitz gilt Planegg dann, wenn der Bewerber seinen steuerlichen Wohnsitz im Inland hatte und in den letzten fünf Jahren mindestens sechs Monate jährlich im Ort gewohnt hat. So kommen keine Personen zum Zug, die zwar in Planegg gemeldet sind, aber etwa im Ausland leben. Angepasst wurden zudem Einkommensgrenzen.

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