Ein deutliches Mehr an Einnahmen

Quartalsbericht zum Neubiberger Haushalt fällt positiv aus

Ein 10-Euro-Schein und mehrere Münzen liegen auf einer ausgebreiteten Handfläche.
+
Neubiberg kann voraussichtlich mit deutlich mehr Gewerbesteuereinnahmen als für 2021 kalkuliert rechnen.

Die Gewerbesteuereinnahmen werden in Neubiberg deutlich höher als erwartet ausfallen. Diese positive Nachricht verkündete Kämmerer Fabian Leininger in seinem Quartalsbericht.

Von einer „sehr guten Entwicklung bei der Gewerbesteuer“ hatte Kämmerer Fabian Leininger dem Gemeinderat in der April-Sitzung zu berichten. Im Haushalt war bei der Gewerbesteuer wegen der Pandemielage vorsichtig mit 6,5 Millionen Euro Einnahmen kalkuliert worden. Nun zeichnen sich mit bis zu 17,9 Millionen Euro über 11 Millionen Euro Mehreinnahmen ab.

Schon nach drei Monaten hätten die Einnahmen den vorher berechneten Rahmen um rund eine Millionen Euro überschritten. Grund für die positiven Aussichten seien angekündigte Steuervorauszahlungen größerer Firmen. Zwar könnten diese am Ende etwas geringer ausfallen, doch sei trotzdem mit einem deutlichen Mehr an Einnahmen zu rechnen. Damit werde ist die geplante Zuführung vom Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt aller Voraussicht nach nicht brauchen.

„Das ist eine sehr positive Entwicklung“, freute sich Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU). Zu Jahresbeginn sei dies allerdings noch nicht absehbar gewesen. „Deshalb war es gut vom Worst-Case-Szenario auszugehen“, resümiert der Rathauschef.

Wegen der positiven Entwicklung forderte Elisabeth Gerner (SPD), das Geld in sinnvolle Projekte zu investieren und einen Nachtragshaushalt aufzustellen. Schließlich würden schon jetzt 22 Millionen Euro im Vermögenshaushalt liegen, für die Negativzinsen gezahlt werden.

Finanzreferent Hartmut Lilge (CSU) bremste die Investitionsgedanken aus. Es sei „vollkommen verfrüht“, über einen Nachtragshaushalt zu diskutieren. Frühestens im Juli könne darüber nachgedacht werden. „Bleiben Sie alle auf den Boden der Tatsachen“, appellierte er. Dem guten Quartalsergebnis liege nur eine Quartalsbetrachtung zugrunde. Darauf basierend sollten keine anderen Projekte, die zu weiterem Mittelabfluss führen, gestartet werden.

Grünen-Rat Kilian Körner schlug in dieselbe Kerbe und verwies auf die mittelfristige Finanzplanung der Gemeinde. „Wir haben nach bisheriger Planung absehbar keine Rücklagen mehr und einen hohen Schuldenstand“, verdeutlichte Körner.

Rathauschef Pardeller plädierte für einen Mittelweg: Die Gemeinde wolle investieren, aber müsse gleichzeitig auch richtig haushalten. Der richtige Weg liege dazwischen. Eins sei auf jeden Fall klar: „Die Gemeinde ist nicht an einer Gewinnmaximierung interessiert.“

ija

Weitere Nachrichten aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.

Besuchen Sie HALLO auch auf Facebook.

Auch interessant

Kommentare