Nachhaltiges Bauen kostet

Schulerweiterung in Unterhaching wird um 1,5 Millionen Euro teurer

Ein Stapel Holzstämme
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Unter anderem wegen der Holzbau-Elemente steigen die Kosten für die Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Sportpark in Unterhaching.

Die Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Sportpark wird voraussichtlich 1,5 Millionen Euro teurer als zunächst geschätzt. Grund sind Maßnahmen zur Nachhaltigkeit.

Nachhaltiges Bauen ist ein zentraler Baustein, um Ressourcen und dadurch auch das Klima zu schonen. Damit auf langfristige Sicht Kosten gespart werden können, muss allerdings jetzt mehr investiert werden. Das zeigte sich auch jüngst in Unterhaching.

Die Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Sportpark soll dort nun 1,5 Millionen Euro mehr als die geplanten 7,7 Millionen Euro kosten. Grund dafür ist der in einem Workshop des Gemeinderats beschlossene Nachhaltigkeitskatalog. Die darin enthaltenen Maßnahmen sorgen für eine Kostenanpassung, über die das Gremium in seiner Mai-Sitzung abstimmen musste.

Kostentreiber ist unter anderem die Entscheidung für eine Holz-Hybridkonstruktion, durch die Mehrkosten für das derzeit besonders preisintensive Holz, die Treppe in Holzkonstruktion und den Parkett-Boden anstatt eines Linoleums entstehen. Außerdem wird die Kühlungsanlage nicht nur 150.000 Euro kosten, sondern durch eine dadurch benötigte größere Unterkellerung weitere Kosten in Höhe von 80.000 Euro auslösen.

Außerdem wurde für eine Fußbodenheizung anstatt von Heizkörpern festgelegt und es soll eine Photovoltaik-Anlage für 60.000 Euro auf dem Dach des Gebäudes entstehen. Den höchsten Posten der Mehrkosten machen Heizung, Lüftung und Sanitär mit 700.000 Euro aus, daneben schlagen außerdem die angepassten Baunebenkosten mit 250.000 Euro zu Buche. Diese erhöhen sich anteilig mit den Baukosten.

Der Gemeinderat musste nun zusätzlich darüber entscheiden, ob das Gebäude nur teil- oder gesamtunterkellert werden soll. Eine Gesamtunterkellerung würde 100.000 Euro zusätzlich kosten, sodass die Erweiterung insgesamt auf 9,2 Millionen Euro kommt.

Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich für die Kostenanpassung aus und stimmte außerdem für die Vollunterkellerung. Damit sind die Vorplanungen für das Projekt abgeschlossen.

Die mehrheitliche Entscheidung des Gemeinderats im Mai war wichtig, damit der enge Zeitplan für den Erweiterungsbau eingehalten werden kann. Eine Änderung des Vorentwurf, um Kosten einzusparen, hätte einen zeitlichen Verzug zur Folge gehabt.

Der Baubeginn wird nun auf das Frühjahr 2022 datiert, die Inbetriebnahme des Gebäudes soll zum Schulbeginn im September 2023 erfolgen.

ija

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