Baupläne zwischen Bahnlinie und Dornacher Straße in Feldkirchen

Seniorenwohnen im Gewerbegebiet

Zwischen Bahnlinie und der Dornacher Straße sollen 58 neue Wohnungen für ältere Menschen entstehen.
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Zwischen Bahnlinie und der Dornacher Straße sollen 58 neue Wohnungen für ältere Menschen entstehen.

Knapp stimmte der Feldkirchner Gemeinderat zu, Senioren-Wohnungen zwischen der Bahnlinie und der Dornacher Straße zu bauen. Diese sind nur teils barrierefrei und rollstuhlgerecht.

Nach dem Plan des Investors sollen ausschließlich für Senioren insgesamt 58 hochwertige Wohnungen auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Areal entstehen. Sechs dieser 58 Wohnungen sollen barrierefrei und weitere sechs rollstuhlgerecht errichtet werden. Denkbar knapp mit sechs gegen fünf stimmten die Feldkirchner Gemeinderäte dem Antrag zu, im Gewerbegebiet zwischen Bahnlinie und Dornacher Straße einen Wohnpark für Senioren zu genehmigen.

Es war ganz offenkundig, dass der Gemeinderat sich bereits des Öfteren in nicht öffentlicher Sitzung mit diesem Thema befasst hatte und dabei in Bürgermeister Andreas Janson und der UWV Befürworter gefunden hatte.

Seitens der CSU übte man Kritik, denn das als „Gewerbegebiet nordwestlich der Bahnlinie“ ausgewiesene Areal soll weiterhin Gewerbegebiet bleiben, auch wenn derzeit sich keine passende Verwendung anbieten würde. Für die Senioren sei der Weg zu weit, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Zwar habe der Investor mögliche drei Pflegedienstbetreiber genannt, sei aber mit keinem vertraglich gebunden. Wer steht in der Verantwortung, dass diese Wohnungen von Senioren genutzt werden?

Die Investorenseite hielt entgegen, dass mit dem Busverkehr die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr sehr gut sei. So könnten die Senioren sogar die Kulturangebote der Stadt München wahrnehmen. Auch Dinge des täglichen Bedarfs könnten besorgt werden. Schriftlich habe der Investor zugesagt, so die Verwaltung, dass er die Kosten für die notwendigen Städtebaulichen Planungen sowie die Fachgutachter für Schallschutz, Verkehr und Landschaftsplanung und nicht zuletzt für die rechtliche Beratung der Gemeinde übernehme. Auch dass im Seniorenpark nur Senioren wohnen, sei vertraglich zu regeln.

Auch das Landratsamt München hatte im Vorfeld signalisiert, dass dies nur mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan und „unter Berücksichtigung des an vorderster Stelle zu prüfenden Schallschutz“ realisiert werden könnte, wie die Verwaltung darstellte. So soll ein Gutachten über den Immissionsschutz und ebenso über den Erschütterungsschutz Aufschluss geben, ob hier eine Wohnbebauung stattfinden kann.

Ein „Selbstbestimmtes Wohnen für Senioren“ soll nördlich der Bahnlinie entstehen. Dazu sollen zwei dreigeschossige Gebäude zuzüglich einem Staffelgeschoss erstellt werden. Von den insgesamt 58 Wohnungen sollen nur sechs dieser Wohnungen barrierefrei und weitere sechs rollstuhlgerecht errichtet werden. Auch Gemeinschaftsräume sind im Plan ebenso wie eine Arzt- oder Physio-Praxis vorgesehen. 42 Tiefgaragenparkplätze und Kellerräume für die Bewohner sind angedacht; ebenso zwei Radkeller. Zur Bahnlinie hin ist eine 10,4 Meter hohe Schallschutzwand geplant. Die Gebäude selbst haben eine Wandhöhe von elf Metern und eine Firsthöhe von 13,5 Meter.

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