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Tag des offenen Denkmals in Unterhaching und Taufkirchen

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Aufnahme des Wolfschneiderhofs in Taufkirchen aus dem Jahr 1983.
Der verfallende Wolfschneiderhof 1983, der 1986 zum Museum wiederhergestellt wurde. © Gemeindearchiv Taufkirchen

Wer mehr über das kulturelle Erbe des Landkreises erfahren möchte, kann dies beim Tag des offenen Denkmals am 11. September tun. Auch in Unterhaching gibt es Führungen.

Bereits seit 1993 gibt es den Tag des offenen Denkmals. Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Beim diesjährigen Aktionstag am Sonntag, 11. September, gibt es auch im Landkreis München wieder viel Spannendes zu sehen. Außerdem findet der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr nicht nur vor Ort, sondern auch digital statt.

Der Tag wird durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Das diesjährige Schwerpunktthema wird „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ sein. Einmal im Jahr können die Bürger die Baukultur im Landkreis München auf besondere Art erleben. Bei Führungen und Rundgängen in normalerweise nicht öffentlichen Baudenkmälern erfahren sie die Baugeschichte und erleben das historische Flair der vielfältigen Gemeinden und Städte der Denkmallandschaft.

„Der Tag des offenen Denkmals bietet die Gelegenheit, die Geschichte eines Objekts oder eines Ensembles näher kennenzulernen. Es wird gezeigt, dass es sich bei jedem Denkmal um ein Unikat, also etwas Einzigartiges, handelt. Denkmäler prägen die gewachsenen Ortsbilder, sie haben eine städtebauliche Bedeutung. Die historischen, noch nachhaltig errichteten Gebäude sollen eine Wertschätzung erfahren. Altes soll für die Nachwelt bewahrt werden. Denkmalschutz hat einen schweren Stand. Dies soll beim Tag des Denkmals erläutert werden“, so Rolf Katzendobler, Denkmalpfleger Landkreis München.

Unter anderem kann das Kriegerdenkmal am Friedensplatz in Unterhaching besichtigt werden. Die obeliskartige Säule aus fränkischem Muschelkalk wurde 1925 errichtet. Auf der erst 2020 errichteten Glastafel stehen 227 Namen der Opfer der beiden Weltkriege, wobei an die tragischen Schicksale der 3 Buben, eines Säuglings und 15 Klosterschwestern erinnert wird.

Am Tag des offenen Denkmals gibt es um 10, 14 und 16 Uhr Führungen durch Heimatpfleger Günter Staudter. Treffpunkt ist am Friedensplatz. Dieser ist zu Erreichen mit den Bussen 217, 220 und 221 Haltestelle Unterhaching, Otto­brunner Straße sowie der S3. Weitere Informationen telefonisch unter 61 11 503.

Auch der Wolfschneiderhof in Taufkirchen, ein über 200 Jahre alter „Kleinhäuslerbauernhof“, der seit 1986 das Museum der Gemeinde und das Heimathaus beherbergt, nimmt am 11. September von 14 bis 17 Uhr am Tag der offenen Denkmals teil. Seit nunmehr 36 Jahren füllt der gleichnamige Förderverein das uralte Anwesen mit traditionellen Veranstaltungen regelmäßig mit Leben. Am Sonntag führen der Heimatpfleger und engagierte Mitglieder des Vereins durch die historischen Räumlichkeiten und gewähren Einblicke in das sehr bescheidene Leben der ehemaligen Bewohner. Gleichzeitig erfahren die Besucher Interessantes über den in Oberbayern typischen Einfirsthof.

Ab 15 Uhr bringt Heimatpfleger Michael Müller Interessierten die Geschichte der Feldkreuze mit einer Präsentation näher und stellt eine Vielzahl dieser Kleindenkmäler auf Taufkirchner Flur vor. Die Besucher können sich bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen dann im Stadl mit anderen austauschen. Der Wolfschneiderhof befindet sich an der Münchener Straße 12 in Taufkirchen. Der Eintritt ist frei.

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