Taufkirchens Bürgermeister Ulrich Sander zu Datenschutzvorwürfen

„Ich wünsche mir eine schnelle Aufklärung“

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Es steht der Verdacht im Raum, Taufkirchens Bürgermeister Ulrich Sander (parteilos) hätte E-Mails, die für Gemeinderäte bestimmt waren, mitgelesen. Der Rathauschef dementiert die Vorwürfe allerdings und hofft auf eine schnelle Aufklärung.

Mitte Mai kam der Verdacht auf, Taufkirchens Bürgermeister Ulrich Sander würde die E-Mails der Gemeinderäte mitlesen. Nun äußert sich der Rathauschef zu den Vorwürfen.

Als Taufkirchens Altbürgermeister Jörg Pötke eine E-Mail an die offizielle Adresse der Gemeinderätin Beatrice Brückmann sendete, bekam er , wie er sagt, eine automatisierte Abwesenheitsnotiz. Allerdings nicht von Brückmann (Initiative Lebenswertes Taufkirchen), sondern von Bürgermeister Ulrich Sander (parteilos). Pötke geht deshalb davon aus, dass der Bürgermeister heimlich die E-Mails der Gemeinderäte mitlesen würde. Der Vorfall wurde dem Bayerischen Landesbeauftragten für Datenschutz übergeben. Derweil meldete sich Michael Lilienthal, Taufkirchens Zweiter Bürgermeister, per E-Mail auf Pötkes Nachfrage, wie es dazu kommen konnte und schrieb, es hätte keinen Hackerangriff gegeben. „Möglicherweise haben die diversen Updates von Microsoft eine Rolle gespielt“, so Lilientahl. Auch bezog Sander in der vergangenen Gemeinderatssitzung öffentlich Stellung und erklärte gegenüber HALLO: „Ich würde sagen, dass das Thema gerne aufgenommen und meines Erachtens aufgebauscht wird.“ Weiter sagt er: „Es wurde ein Filter ausschließlich für Mails von Herrn Dr. P. an Gemeindebeschäftigte (zu deren Schutz vor Dr. P.) eingerichtet, Mails an Gemeinderatsmitglieder waren ausdrücklich ausgenommen – das ist nachprüfbar. Der Filter funktionierte seit 2014 und jetzt lief irgendetwas schief, was ich nicht beeinflusst oder veranlasst habe.“

Wenn der Rathauschef von „Herrn Dr. P.“ spricht, meint er den Altbürgermeister Dr. Jörg Pötke.

Es sei ein externes Fachbüro beauftragt worden, das sich der Angelegenheit angenommen habe. Das Statement dieses Fachbüros sei nun abzuwarten. Gleiches gelte für die „abschließende Wertung weiterer Stellen“. Wann das der Fall sein wird, sei jedoch noch nicht abzusehen. „Ich wünsche mir auch eine schnelle Aufklärung“, beteuert Sander. Weiter sagt er: „Dass in dieser Zeit sowohl Herr Dr. P. ebenso wie manch andere Person Meinungen äußern, lässt sich nicht verhindern“

Melanie Schröpfer

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