Kampf gegen leere Versprechungen

Unterbiberg: Demonstration zum globalen Klimastreik

Demonstranten anlässlich des Klimastreiks auf dem Marktplatz in Unterbiberg.
+
In Unterbiberg fand eine Demonstration zum globalen Klimastreik statt.

Am 19. März fand anlässlich des globalen Klimastreiks eine Demonstration auf dem Marktplatz in Unterbiberg statt. Die rund 15 Teilnehmer forderten von der Politik: „Keine leeren Versprechungen mehr“.

„No more empty promises“ – keine leeren Versprechungen mehr: Unter diesem Slogan begaben sich am vergangenen Freitag nicht nur Menschen in den Großstädten der Welt, sondern auch in Unterbiberg. Anlass war der globale Klimastreik der Fridays for Future. Als kleine Demonstration mit 15 Teilnehmern kamen Vertreter von Neubiberg for Future, der Kirche im Pfarrverband Perlach, der Initiative Klimaneutral 2035 sowie den Parents for Future München auf dem Unterbiberger Marktplatz zusammen.

Unter Einhaltung von Abstandsregeln und Maskenpflicht warben sie mit bunt verzierten Bannern und Plakaten für den Klimaschutz. „Die Erde wird sich nicht auf absehbare Zeit wieder erholen, wenn wir unseren C02-Ausstoß erst dann reduzieren und auf Null senken, wenn Folgen wie Dürren und Waldbrände stark spürbar sind“, appellierte Annika Gehrmann durch das Megaphone. Auch wenn der CO2-Ausstoß schon morgen auf null gesenkt werde, würde sich die Temperatur auf der Erde noch mehrere Jahrzehnte lang erhöhen. Daher sei es wichtig, so schnell wie möglich den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Gehrmann ist bei Neubiberg for Future aktiv und hat die Initiative Klimaneutral 2035 gemeinsam mit Christian Eller­hold im vergangenen Jahr gegründet. Außerdem ist sie EU-Klimabotschafterin, ein Ehrenamt, bei dem Menschen vor Ort das Thema Klimaschutz durch Aktionen und Wissensvermittlung, etwa zu EU-Förderprogrammen, auf die Agenda bringen sollen.

Anlass für die Demonstration in Unterbiberg war ein Aufruf der Christians for Future, sich am Globalen Klimastreik zu beteiligen. Der Sachbereich Unterbiberg im Pfarrverband Perlach hat daraufhin beschlossen, seitens der Kirche in Unterbiberg ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen und die Fenster des Pfarrheims entsprechend verziert. Daraufhin entstand die Idee, die Demonstration auf dem Marktplatz davor zu organisieren.

Gehrmann zieht nach der Aktion, die circa 20 Minuten dauerte, ein positives Fazit. An den globalen Streikterminen wollen sie auch in Zukunft teilnehmen. Die Auflagen zum Infektionsschutz würden zwar die Bedingungen erschweren. Doch obwohl seit über einem Jahr die Demonstrationen nur in reduzierter Form stattfinden können, merke sie einen Unterschied: „Die Ernsthaftigkeit der Klimakrise wird den Leuten wirklich immer bewusster“, erklärt die Aktivistin.

Es gebe auch Grund zur Zuversicht: Die Wissenschaft sagt, dass es noch möglich ist, den Temperaturanstieg auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und bis 2035 klimaneutral zu werden. Auch politisch stehen die Zeichen mit dem gemeinsamen Ziel der Klimaneutralität von USA und EU gut. Dennoch ist und bleibt für Gehrmann klar: „Wir müssen der Politik zeigen, wie wichtig uns das Thema ist.“

Iris Janda

Weitere Nachrichten aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.

Besuchen Sie HALLO auch auf Facebook.

Auch interessant

Kommentare