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Eine Erstausstattung für Geflüchtete

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Von: Verena Rudolf

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Im Erdgeschoss des Aschheimer Feststadls haben Ehrenamtliche von drei Vereinen eine Kleiderkammer eingerichtet.
Im Erdgeschoss des Aschheimer Feststadls haben Ehrenamtliche von drei Vereinen eine Kleiderkammer eingerichtet. © oh

In ihrer Heimat, der Ukraine, haben sie meist alles zurücklassen müssen und kommen in München oder im Landkreis nur mit sehr wenig oder kaum Gepäck an. Kleidung, aber auch Hygieneartikel gibt es für Menschen aus der Ukraine dank des Engagements dreier Vereine nun im Aschheimer Feststadl.

Geflüchtete, meist Frauen, ihre Mütter und Kinder brauchen eine Erstausstattung. Diese erhalten sie Montag- und Donnerstagnachmittag im Erdgeschoss des Feststadls in Aschheim. Drei Vereine haben sich für dieses Projekt zusammengetan: „HandinHand“ und „85609 hilft“ aus Aschheim und der Helferkreis Feldkirchen.

Ein Wochenende lang wurde mit vielen Helfern tatkräftig geräumt, Möbel aufgebaut und vor allem: Berge an Sachspenden sortiert und eingeräumt. „Unser Kleiderlager für ukrainische Geflüchtete in Zusammenarbeit mit ,85609hilft‘ und dem Helferkreis aus Feldkirchen steht nach nur vier Tagen! Wir haben auf Hochtouren geplant, uns vernetzt, Möbel organisiert, aufgebaut, haufenweise sortiert und eingeräumt“, so postete der Verein „HandinHand“ auf Instagram. Wiederum ein Wochenende später, nach zwei Öffnungstagen trafen sich dann die fleißigen Helfer erneut. „17 Regale haben wir bekommen und da wir so viel Ware hatten, haben wir alles nochmal umgebaut und neu sortiert. Auf den Biertischen sah die Kleidung so geschlampert aus“, berichtet Doris Leube von „85609hilft“. Nun steht die Kleiderkammer im Aschheimer Feststadl wieder bereit, um Montag und Donnerstag jeweils von 16 bis 18 Uhr Kleidung an Geflüchtete auszugeben. Mittlerweile seien sie 42 engagierte Freiwillige, die über eine Whats-App-Gruppe gut vernetzt sind. „Ich habe eine Doodle-Liste bis Mitte Mai erstellt“, sagt Leube. Diese sei in einer Stunde gefüllt gewesen. „Zu unserer Kleiderkammer können alle Geflüchteten kommen, nicht nur Menschen, die Aschheim oder Feldkirchen untergekommen sind“, betont Leube. Auch Dolmetscher hätten die Vereine organisiert, damit die Verständigung vor Ort noch besser klappt. Englisch würden nur wenige Flüchtlinge sprechen. Aber es helfe schon, wenn Dolmetscher Russisch oder Polnisch könnten.

Außerdem hätte die Kirchheimer Firma Gadget Productions digital Informationen für Menschen aus der Ukraine ins Netz gestellt, so Leube. „Sie haben Informationsfilme erstellt und versuchen alle brennenden Fragen, die Ukrainer nach ihrer Ankunft haben, zu beantworten.“

Dieses Online-Format ist zum Beispiel bei Instagram oder Facebook unter @europeanpeoplemedia zu finden. Da geht es um Themen wie Arztbesuche in Deutschland oder auch nützliche Informationen, zum Beispiel dass in Bayern das Wasser aus der Leitung ohne Bedenken getrunken werden kann.

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