Auch ein Second-Hand-Laden soll entstehen

Wertstoffhof Gräfelfing: Grüne stellen Umbaukonzept vor

Der Wertstoffhof Gräfelfing muss dringend modernisiert, der Bauhof erweitert werden.
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Der Wertstoffhof Gräfelfing muss dringend modernisiert, der Bauhof erweitert werden.

Bau- und Wertstoffhof in Gräfelfing müssen umgebaut werden. Ein Konzept dafür haben nun die Grünen vorgelegt, das die Gemeinde prüfen soll. Vorbild ist Ottobrunn.

Gräfelfing - Der Wertstoffhof in Gräfelfing muss modernisiert, der Bauhof vergrößert werden – daran bestehen in der Gemeinde keine Zweifel. Im Gespräch ist ein Neubau auf unbebautem Gelände.

Das lehnen die Grünen wegen der Flächenversiegelung aber ab. „Noch liegt kein Bauantrag vor, deswegen wollten wir so schnell wie möglich eine Alternative erarbeiten“, sagt Grünen-Gemeinderätin Ulrike Tuchnitz. Diese brachte sie als Antrag in den Gemeinderat ein.

Wertstoffhof auf zwei Stockwerken und Second-Hand-Geschäft

Der Entwurf sieht vor, einen mehrstöckigen Bau am bisherigen Standort Lochhamer Schlag 23 zu prüfen. Wertstoffhof und Bauhof wären darin jeweils zur Hälfte im Erd- und ersten Obergeschoss angesiedelt.

Während unten die Entsorgungscontainer Platz hätten, sollen Wertstoffhofbesucher über eine Rampe ins Obergeschoss gelangen und dort ihren Unrat in gesicherte Öffnungen einwerfen. „Dann müsste man nicht mehr über wackelige Treppen zu den Containern hochsteigen“, sagt Tuchnitz. Die Rampe würde zudem vermeiden, dass sich wartende Fahrzeuge auf der Straße stauen.

Wertstoffhof Ottobrunn als Vorbild für den Entwurf

Vorbild für den Wertstoffhof auf zwei Ebenen sei Ottobrunn. Von dort möchten sich die Grünen noch etwas abschauen: einen Second-Hand-Laden, in dem Stücke, die noch Wert haben, weitergegeben werden können. Darüber wäre in weiteren Geschossen Platz für Büros, Sozialräume oder Betriebswohnungen.

Ob das alles realistisch ist, soll die Gemeinde untersuchen. „Wir sind ja keine Fachplaner“, so Tuchnitz. Falls nicht, soll geprüft werden, ob die Gemeinde das Grundstück nördlich vom Friedhof ankaufen kann. „Dieses ist weder naturschutzrechtlich relevant noch müssten Bäume gefällt werden“, so die Grünen.

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