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Pentenried: Nach über zehn Jahren Leerstand haucht Stockdorfer historischem Gebäude wieder Leben ein

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Von: Kevin Wenger

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Auf der Zielgeraden: Seit 2020 saniert Andreas Krause die Brennerei Pentenried, in der ein Veranstaltungsraum, Büros und Gewerbe einziehen sollen.
Auf der Zielgeraden: Seit 2020 saniert Andreas Krause die Brennerei Pentenried, in der ein Veranstaltungsraum, Büros und Gewerbe einziehen sollen. © Katja Papelitzky

Lange Zeit stand die Brennerei in Pentenried leer, doch der Stockdorfer Andreas Krause hat ihr neues Leben eingehaucht. Was er mit dem Neubau vorhat:

PENTENRIED Verfallene Gemäuer haben am Ortseingang von Pentenried viele Jahre lang ein eher gespenstisches Bild geboten. Die „Brennerei Pentenried“ dort ist seit 2011 nicht mehr in Betrieb. Der Leerstand hinterließ Spuren. Doch seit 2020 tut sich etwas an dem alten Gebäude – der Stockdorfer Andreas Krause hat sich ihm angenommen und große Pläne. Geplante Fertigstellung: Ende 2022.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Neues Leben in der Brennerei Pentenried: Platz vor allem für Gewerbe

„Architekturmäßig ist es bis jetzt nur zu erahnen“, gibt Krause zu. Die Vision des Unternehmers: auf über 1100 Quadratmetern auf drei Ebenen Platz für Gewerbe zu schaffen. Dabei ist ihm wichtig, den historischen Part der Brennerei zu erhalten, sodass „alter und neuer Charme nebeneinander existieren können“.

Ein Mammutprojekt: Ziegelstein für Ziegelstein hat der Stockdorfer selbst überprüft, wo sich ein Erhalt lohnt oder ersetzt werden muss. „Allein die Entkernung hat ein Jahr gedauert“, sagt Krause.

Neues Leben für Brennerei Pentenried: Das plant Krause

Im Erdgeschoss plant er einen Veranstaltungsraum, der für Lesungen, Ausstellungen oder Hochzeiten gemietet werden kann. Ein Anbau soll den bestehenden Gebäudeteil ergänzen. Zudem ist ebenerdig Platz für ein Büro, das vermietet werden soll. „Anfragen sind schon genug da“, sagt Krause.

Ihm ist aber wichtig, dass in dem Komplex eine Gemeinschaft entsteht und nicht jeder für sich arbeitet. „Egal wer kommt, es muss ein Miteinander sein“, legt er fest. Auch, weil er selbst im Dachgeschoss einziehen will. „Ich möchte mich mit dem Gebäude identifizieren können“, erklärt er.

Im Kellergewölbe will Krause, der als Produkt- und Industriedesigner tätig ist, sein eigenes Büro einrichten. Daneben soll ebenfalls ein Betrieb Platz finden. „Mein Wunsch wäre zum Beispiel eine Kaffeerösterei. Ich bin im Prinzip aber sehr offen“, so Krause. Auf jeden Fall will Krause ein „leises Gewerbe“ unterbringen – das heißt keine Schlosserei oder Schreinerei.

Ganz sicher, ob die „neue, alte Brennerei“ wirklich heuer fertiggestellt werden kann, ist Krause aber nicht. „Bei einem Altbau ist die Entwicklung teilweise unkalkulierbar.“ Aber: „Wenn es ein paar Monate mehr werden, dann ist das so.“

Die Geschichte des historischen Gemäuers

Die „Alte Brennerei“ in Pentenried ist ein historisches Relikt. Recherchen des neuen Besitzers Andreas Krause haben ergeben, dass das Gelände erstmals 1901 als Brennerei bezeichnet wurde. „Das Gebäude selbst muss aber schon vorher gebaut worden sein. Allerdings habe ich hierzu keine eindeutige Quelle gefunden“, sagt Krause.

Er vermutet, dass sich darin vorher eine Ziegelei befunden haben könnte. „Dafür spricht der aufwendige Ziegelbau des Gebäudes selbst. Außerdem sind im Umkreis der Brennerei viele ähnliche Ziegel gefunden worden.“

Katja Papelitzky

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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