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Große Sprünge kann sich Gauting nicht leisten – welche Projekte dennoch angegangen werden

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Die Post soll einem bis zu vier Stockwerke hohen Wohn- und Geschäftshaus weichen.
Die Post soll einem bis zu vier Stockwerke hohen Wohn- und Geschäftshaus weichen. © Oliver Puls

In Gauting sind einige Bauvorhaben auch in diesem Jahr auf der Agenda. Was neben Patchway-Anger, Eisenbahnbrücken und Post noch alles angepackt wird:

Gauting - Es ist das wohl größte Vorhaben der nächsten Jahre: Das neue Wohn- und Gewerbegebiet am sogenannten Patchway-Anger soll heuer endlich in „trockene Tücher“ kommen, sagt Bürgermeisterin Brigitte Kössinger. Dennoch: Mit einem Baubeginn vor 2024 rechnet sie nicht.

Beim Kindergarten auf der Postwiese wird sich hingegen etwas tun müssen. „Die Container erreichen ihr Lebensende, ab 2025 muss dann jährlich der Statiker kommen“, schildert die Rathauschefin die dortigen Umstände. Der Plan sei, die derzeitige – mittlerweile zwölf Jahre alte – Interimslösung zu spiegeln. So könnte im Zuge des Neubaus eine Gruppe nach der anderen umziehen. Allerdings rechnet man im Rathaus mit Widerstand seitens der Anwohner. „Kinder sind ein Teil des Lebens“, appelliert Kössinger für Akzeptanz.

Jahresvorschau Gauting: Post, Edeka und Büros

Auch das Ortsbild rund um die Post am Bahnhofplatz wird sich verändern. Dort soll statt Schaltern ein Geschäfts- und Wohnhaus entstehen. Der Bauherr habe sogar ein eigenes Mobilitätskonzept mit Leihrädern und -autos angekündigt. Dafür hofft er, weniger Pkw-Stellplätze ausweisen zu müssen. Die geplanten Büros sind angeblich bereits vermietet, so Kössinger. Meist zögen Arztpraxen ein, die sich vergrößern oder barrierefrei zugänglich sein wollen.

Der Auszug des Edeka-Marktes am Hauptplatz stellt vor allem die Älteren in diesem Quartier vor größere Probleme. Laut Kössinger bemühe sich der Immobilienverwalter um einen „Lebensmittler“. Anfragen eines Wettbüros und eines Fitnessstudios habe er abgelehnt. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es eine Anschlusslösung gibt“, zeigt sich die Rathauschefin vorsichtig optimistisch.

Jahresvorschau Gauting: Wunderlhof, Digitalisierung und Eisenbahnbrücke

Beim Neubau am Wunderlhof sei man in der Vorplanung. Jetzt liefen die Gespräche mit den Nachbarn, um diese „mit ins Boot zu holen“, sagt Kössinger. Und auch in Sachen Handwerkerhof hat die Bürgermeisterin gute Nachrichten: „Die ersten vier Gewerbetreibenden bauen bereits.“

Die Erneuerung der Eisenbahnbrücke in Königswiesen – ein Bauprojekt der Deutschen Bahn – sei weiterhin auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Grund verwies Kössinger auf eine anhängige Klage.

Noch heuer umgesetzt wird das digitale Echtzeitsystem für den Bus-Verkehr in der Gemeinde. Diese Fahrgastinfo wird dann am Bahnhof und an der Würmbrücke installiert.

Oliver Puls

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