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Gräfelfinger Gemeinderat will Nistkästen aus sozialen Werkstätten für alle Bürger

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Florian Renner hat mit seinen Kindern selbst Nistkästen für seinen Garten gebaut. In diesem Frühling wohnen darin sechs hungrige Blaumeisen-Küken.
Florian Renner hat mit seinen Kindern selbst Nistkästen für seinen Garten gebaut. In diesem Frühling wohnen darin sechs hungrige Blaumeisen-Küken. © Romy Ebert-Adeikis

Florian Renner macht es vor, die Gemeinde bald eventuell nach: Nistkästen im eigenen Garten sollen bald mehr Bürger Gräfelfings besitzen. Wie diese gebaut werden sollen...

GRÄFELFING Sechs hungrige Mäuler schreien im Garten von Florian Renner zur Zeit regelmäßig nach Futter. Der Gräfelfinger hat dort vor drei Jahren mit seinen Kindern Nistkästen aufgehängt. „Die sind jedes Jahr in Benutzung, aktuell sind sechs Blaumeisen-Junge drin“, sagt der Gemeinderat der Bürgervereinigung Gräfelfing-Lochham (BVGL). Um noch mehr Vögeln einen Unterschlupf zu ermöglichen, hat Renner jetzt einen Antrag an das Lokalgremium gestellt. Sein Wunsch: Nistkästen für alle Gräfelfinger.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

„Gerade für Höhlenbrüter gibt es immer weniger Rückzugsorte etwa weil Bäume gefällt werden“, sagt der Gemeinderat. „Mit den Kästen würden wir zusätzliche Höhlen schaffen, in denen sie geschützt sind.“ Zwar biete der Landesbund für Vogelschutz Anleitungen zum Selberbauen an. „Aber nicht jeder ist handwerklich begabt.“

Sechs hungrige Blaumeisenküken wohnen bei Florian Renner.
Sechs hungrige Blaumeisenküken wohnen bei Florian Renner. © privat

Nistkästen für Gräfelfinger Bürger: Werkstatt soll auf Kosten der Gemeinde 500 Kästen bauen

Stattdessen könnten Werkstätten für Menschen mit Einschränkungen – wie das Monsignore-Bleyer-Haus in Pasing – die Nistkästen auf Kosten der Gemeinde fertigen. Im Bauhof oder Rathaus könnten sich die Gräfelfinger die künstlichen Höhlenneste samt Aufhäng-Anleitung dann abholen.

Mit den Werkstätten hat Renner bereits Kontakt aufgenommen. „Die würden das machen, wenn die Stückzahl ausreichend groß ist.“ Der Gemeinderat geht von etwa 500 Kästen aus. Und wenn es nicht genug Interessenten gibt? „Dann könnte man die Nistkästen notfalls an gemeindliche Liegenschaften verteilen.“

Renners Antrag muss in den kommenden drei Monaten, voraussichtlich im Umweltausschuss, debattiert werden.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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