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Bayerische Honigkönigin kommt aus dem Würmtal - Gespräch zum „Tag des Honigs“ am 7. Dezember

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Victoria I. war mit ihrem Imkerverein auch am Gräfelfinger Christkindlmarkt vertreten.
Victoria I. war mit ihrem Imkerverein auch am Gräfelfinger Christkindlmarkt vertreten. © Romy Ebert-Adeikis

Die aktuelle bayerische Honigkönigin kommt aus dem Würmtal. Mit Hallo hat Victoria I. über ihr Ehrenamt und ihre Aufgaben, sowie über guten Honig gesprochen:

Gräfelfing - Er ist der Schutzpatron der Imker und Wachszieher: der Heilige Ambrosius. Ihm zu Ehren wird am 7. Dezember der „Tag des Honigs“ begangen. Auch von der amtierenden Bayerischen Honigkönigin, Victoria I., die zum Imkerverein Gräfelfing gehört. „Am Ambrosius-Tag beurteilen und genießen wir Imker unseren Honig von diesem Jahr“, erklärt die 32-Jährige. Seit 2017 hat sie selbst Bienenvölker. „Die stehen auf dem Vereinsgelände“, sagt Seeburger, wie die Hoheit mit bürgerlichem Nachnamen heißt.

Schon ihr Großvater und Vater haben geimkert. Ihre eigene Passion hat Seeburger aber erst 2011 im Biologie-Studium entdeckt. „Ich hatte ein Seminar über soziale Insekten und habe dabei zum ersten Mal selbst eine Bienenwabe geöffnet. Das war wie eine neue Welt entdecken“, schwärmt die 32-Jährige. Sie hat sogar ihre Doktorarbeit über Waldhonig geschrieben.

Bayerische Honigkönigin aus dem Würmtal: Auch politische Pflichten im Tätigkeitsfeld

„Das Amt der Honigkönigin hat mich schon lange interessiert, aber während der Promotion hatte ich keine Zeit“, sagt Seeburger. Inzwischen schreibt sie für ein Imker-Magazin und kann so Arbeit und Ehrenamt gut verbinden. „Ich habe schon im Schnitt ein bis zwei Termine pro Woche zu absolvieren.“ Seit ihrer Krönung im September war die 32-Jährige etwa beim Deutschen Imkertag in Hamburg, dem Bayerischen Honigfest oder der Bauernmarktmeile in München.

„Es ist toll, mit vielen verschiedenen Menschen über Imkerei zu sprechen. Das ginge natürlich auch ohne das Amt, aber so falle ich mehr auf und werde angesprochen“, sagt Seeburger. Als Regentin ist sie aber auch in politischer Mission unterwegs, wirbt für mehr Transparenz bei der Honig-Herkunft und fordert, das Zusammenleben von Wild- und Honigbiene zu erforschen. Im Amt ist sie noch bis 2024.

Tipps von der Expertin: So erkennt man guten Honig

„Honig ist dann sehr gut, wenn der Mensch so wenig wie möglich daran verändert. Die Bienen machen das schon perfekt“, sagt Honigkönigin Victoria Seeburger. In Deutschland dürfe darum nichts zugefügt oder entnommen werden. „Dafür gibt es Richtlinien.“

Verweise auf den „Verein bayerischer Bienenzüchter“ oder „Deutschen-Imkerbund“ stünden darum für gute Qualität. Zudem muss in Deutschland auf den Honiggläsern immer die Adresse des Imkers angegeben sein. „So kann man auch auf Regionalität achten.“

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