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Impfzentrum Planegg abgebaut – Landrat Göbel schließt Reaktivierung für Booster derzeit aus

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Eine Mitarbeiterin zieht im Impfzentrum Planegg eine Spritze auf – das ist jetzt vorbei.
Eine Mitarbeiterin zieht im Impfzentrum Planegg eine Spritze auf – das ist jetzt vorbei (Archivfoto). © Romy Ebert-Adeikis

Bayern befindet sich in der vierten Corona-Welle, doch die Impfzentren im Landkreis München bleiben zu. Welche Alternativen geboten werden und warum das so ist erklärt Christoph Göbel.

LANDKREIS/PLANEGG Die Impfzentren Planegg, Unterschleißheim und Oberhaching sind seit Ende Oktober Geschichte – und werden es wohl auch bleiben. Denn obwohl die Corona-Infektionszahlen auch im Münchner Umland wieder steigen und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Reaktivierung von Zentren fordert, zum Beispiel für die sogenannte Booster-Impfung, gebe es dafür beim Landkreis München derzeit „keine Überlegungen“.

Landkreis München: Schließung mehrere Impfzentren trotz hoher Infektionszahlen - Impfwillige können nach Haar

Zwar ist für impfwillige Landkreisbürger jetzt nur noch die Anlaufstelle in Haar geöffnet. Dort sei man laut Landrat Christoph Göbel (CSU) aber auch mithilfe von mobilen Teams jederzeit in der Lage, die Kapazität bei Bedarf „innerhalb kürzester Zeit“ auf bis zu 2000 Impfungen pro Tag hochzufahren.

„Das ist unserer Einschätzung nach vollkommen ausreichend, um die Landkreisbürger mit Erstimpfungen, Vervollständigungen und auch Booster-Impfungen zu versorgen, zumal ja die Impfungen durch die Ärzte noch hinzukommen.“

Über 500 000 Impfungen im Landkreis München insgesamt - Hälfte davon in Impfzentren

Unterdessen legte das Landrats­amt Zahlen zum Impffortschritt vor. So wurden im Landkreis inzwischen mehr als eine halbe Million Immunisierungen durchgeführt – knapp die Hälfte davon in den Impfzentren: etwa 96 700 in Haar, 81 800 in Oberhaching, 76 400 in Unterschleißheim sowie 24 237 in dessen Außenstelle in Planegg.

Zahlen & Fakten aus Planegg

Insgesamt war das Impfzentrum in Planegg an 221 Tagen geöffnet. In der Zeit wurden dort 24 237 Immunisierungen durchgeführt, davon 11 461 als Erst- und 12 172 als Zweit­impfung. Dazu kamen 604 Booster-Impfungen.

Mit Abstand am häufigsten gespritzt wurde dabei das Vakzin von Biontech (circa 86 Prozent), gefolgt von Astrazeneca (zehn Prozent) und Moderna (drei Prozent). Im Schnitt wurden pro Tag 106 Impfungen verabreicht. Absoluter Höhepunkt war der 15. April mit 213 Immunisierungen an einem Tag.

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