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Durchs Jahr geklickt: Das waren die meistgelesenen Würmtal-Artikel von Mai bis August

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Eins der drei „brandheißen“ Themen im Würmtal-Sommer: der Brand im Kieswerk Planegg im August.
Eins der drei „brandheißen“ Themen im Würmtal-Sommer: der Brand im Kieswerk Planegg im August. © Freiwillige Feuerwehr Gräfelfing

Es war ein turbulenter Sommer im Würmtal: Von Protesten und dem Feuer im Kieswerk Planegg bis zur Forschung am Corona-Medikament bewegte vieles die Region.

WÜRMTAL 2021 war im Würmtal einiges los! Das beweist auch der Hallo-Jahresrückblick. Vergangene Woche haben wir Ihnen an dieser Stelle bereits die bestgelesenen Geschichten von Januar bis April vorgestellt. In dieser Ausgabe widmen wir uns den Aufregern von Mai bis August. Kommende Woche folgen die Artikel, die zum Jahresende online die meisten Leser interessiert haben.

MAI: Proteste gegen Kiesabbau im Forst Kasten kochen hoch

Das ganze Jahr über ein Thema: Die Entscheidung des Münchner Stadtrats, einen Kiesabbau auf städtischen Flächen im Forst Kasten zu genehmigen und die Proteste dagegen samt Klimacamp im Wald. Im Mai kochten die auf besonders heißer Flamme. Nach einem Brandanschlag auf das Münchner Stromnetz tauchte im Internet ein anonymes Schreiben auf, dass die Tat mit den Kies-Protesten in Verbindung brachte. Der Staatsschutz ermittelte – und tut dies bis heute, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München Hallo bestätigte.

Viel Aufregung gab es auch um eine geplante Impfaktion am Feodor-Lynen-Gymnasium Planegg. Weil zu dem Zeitpunkt noch viele Ältere auf eine Impfung warteten, hatte der Landrat diese scharf kritisiert. Sie wurde schließlich abgesagt.

Schulleiter Matthias Spohrer ärgert die Absage noch immer. „Wir hatten ja bereits viel Zeit in die Organisation investiert und die Schüler hätten es verdient gehabt.“ Ein Positives habe der Wirbel dennoch gehabt. „Wenigstens wurden so die Belange der Jugendlichen mal in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.“

JUNI: Störenfriede verärgern Würmtal-Rettungskräfte

Ihrem Ärger über Störenfriede bei Einsätzen machten die Würmtal-Feuerwehren im Juni Luft. Eine Verschlimmerung habe es seither nicht gegeben. „Leider aber auch keine wesentliche Verbesserung. Insbesondere das Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer ist immer mal wieder nur schwer nachzuvollziehen“, sagt Planeggs FFW-Kommandant Martin Heizer. In Neuried setzt man besonders auf deeskalierende Kommunikation und schult die Rettungskräfte entsprechend.

JULI: Hoffnung bei Corona, Sorgen bei Gautings Händlern

Auch wenn die Corona-Krise im Sommer eine kleine Pause hatte: Dass die Martinsrieder Firma Eisbach Bio an einem Medikament gegen das Virus forscht, hat im Juli weit über 1000 Leser interessiert. „Es läuft wahnsinnig gut“, verrät Geschäftsführer Adrian Schomburg heute. So habe man neben Geldern des Bundes jetzt 6,7 Millionen Euro Förderung des Freistaats bekommen. „Das ermöglicht uns, parallel an einem zweiten Corona-Medikament zu arbeiten.“

Positiv sei zudem die Erkenntnis, dass auch die jüngsten Virusmutationen die Wirkung nicht beeinträchtigen sollten. „Ziel ist weiterhin, 2022 eine Zulassung zu erhalten.“ Anfang des Jahres werden dafür klinische Studien starten.

Auch an einem Corona-Medikament wurde im Würmtal geforscht.
Auch an einem Corona-Medikament wurde im Würmtal geforscht. © Eisbach Bio

Große Sorgen machten sich im Juli hingegen die Händler in der Gautinger Bahnhofstraße. Wegen Bauarbeiten an dem neuen Wohn- und Geschäftskomplex „Karls“ waren der Zugang zu ihren Läden für mehrere Wochen dicht. Einige – wie Lottoladen-Betreiber Johannes Hanrieder – hatten massive Einbrüche. Nur dank eines Kredits habe er das Geschäft halten können, erzählt Hanrieder Hallo im Nachgang. Im Dezember hat das „Karls“ nun geöffnet. Hanrieder und die anderen Händler hoffen, dass ihre Ladenzeile nebenan damit wieder belebt wird. Eine Schließung wird es dort Ende 2021 dennoch geben. Uschi Hoffmann räumt ihre Parfümerie – allerdings, weil sie in den Ruhestand geht.

Familie Hanrieder sorgte sich sehr um ihren Lottoladen.
Familie Hanrieder sorgte sich sehr um ihren Lottoladen. © Romy Ebert-Adeikis

AUGUST: Es brennt im Kieswerk Planegg

Im August standen die Kies-Proteste erneut im Fokus: Dieses Mal brannte es im Kieswerk Planegg, es entstand ein Schaden von etwa einer Million Euro. Im November wurde zudem im Kieswerk Oberhaching ein Feuer gelegt. Für beide Fälle laufen aktuell Ermittlungen des Staatsschutzes. Ob es eine Verbindung gibt, ist unklar.

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