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Bisher lehnte Krailling eine Photovoltaik-Fläche am Waldsanatorium ab – jetzt wird die Idee wiederbelebt

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Auf der Wiese nördlich des Waldsanatoriums in Krailling kann sich die Gemeinde jetzt doch Photovoltaik-Module vorstellen.
Auf der Wiese nördlich des Waldsanatoriums in Krailling kann sich die Gemeinde jetzt doch Photovoltaik-Module vorstellen. © Romy Ebert-Adeikis

Einst sprach sich der Gemeinderat Krailling dagegen aus, doch heuer scheint eine Photovoltaik-Anlage nützlicher denn je. Was jetzt geplant ist...

KRAILLING Als der Kraillinger Gemeinderat erstmals über eine Flächen-Solaranlage debattiert hat, kam der Vorstoß von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern. Die hatte Flächen rund um ihr Waldsanatorium im Westen der Gemeinde für Photovoltaik ins Auge gefasst – die Lokalpolitiker lehnten aus Sorge vor den Reaktionen der Bürger ab.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Weit über zehn Jahre später würde der Kraillinger Gemeinderat gern die Zeit zurückdrehen: Einstimmig hat er in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, bei der Kongregation nachzuhaken, ob diese nach wie vor nördlich vom Waldsanatorium eine Solaranlage aufbauen will.

Die Photovoltaik-Module könnten aussehen wie im Foto rechts, das einen Solarpark in Hessen zeigt.
Die Photovoltaik-Module könnten aussehen wie im Foto rechts, das einen Solarpark in Hessen zeigt. © Uwe Zucchi/dpa

Photovoltaik-Anlage am Kraillinger Waldsanatorium: Antrag vor einigen Jahren noch abgelehnt

Inzwischen seien die Vorzeichen ganz anders, sagt Gemeinderätin Ute Richter, deren CSU den Antrag zur Wiederbelebung der Photovoltaik-Idee gestellt hatte. „Die Stimmungslage innerhalb der Bevölkerung gegenüber derartigen Projekten hat sich insbesondere in Hinblick auf die jüngsten Ereignisse und die dadurch drohende mangelnde Energieversorgung geändert“, hieß es in dem Schreiben an den Gemeinderat.

Ute Richter
Ute Richter © privat

Allerdings ist heute auch die Situation bei den Barmherzigen Schwestern eine andere: Das Waldsanatorium wird inzwischen von einer Hackschnitzelanlage mit Energie versorgt, das Holz dafür kommt zum Teil bereits von den eigenen Grundstücken. Gerade erst wurden unweit des Sanatoriums neue Pappeln als Energiewald gepflanzt, um unabhängiger zu werden.

Photovoltaik-Anlage am Kraillinger Waldsanatorium: Voraussetzungen wie damals nicht mehr gegeben

„Wir schauen uns das Ganze jetzt nochmal an“, sagt Peter Scheucher, Generalökonom der Kongregation der Barmherzigen Schwestern. Zunächst müssen die Unterlagen des einst geplanten Solarstrom-Projektes herausgesucht werden. „Deswegen können wir aktuell dazu noch nichts sagen“, beteuert Scheucher. „Aber eins muss klar sein: Wir versiegeln auch mit einer Solarstromanlage die Flächen. Da kann man höchstens noch Schafe weiden lassen.“

Will die Kongregation ihre alte Idee nicht wiederbeleben, möchte die Gemeinde ausloten, ob diese zumindest einer langfristigen Verpachtung der Grundstücke zustimmen würde. Diese könnten dann zum Beispiel an einen Energieversorger oder an ein Konsortium mit Bürgerbeteiligung gehen.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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