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Kraillinger Gewerbegebiet: Firmenmitarbeiter loten Gefahren für Radler aus – Gemeinde will ausbessern

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Thomas Roggenkamp (v.li.), Holger Pleines und Antonio Altavilla (re.) zeigen Kraillings Wirtschaftsförderer Alexander Broschell (2.v.re.) den kritischen Übergang am Konrad-Zuse-Bogen.
Thomas Roggenkamp (v.li.), Holger Pleines und Antonio Altavilla (re.) zeigen Kraillings Wirtschaftsförderer Alexander Broschell (2.v.re.) den kritischen Übergang am Konrad-Zuse-Bogen. © Romy Ebert-Adeikis

In Krailling gibt es einige Punkte, an denen Radler schnell in Gefahr geraten können. Nun wollen Bürger die Hindernisse aus der Innovationsmeile wegschaffen.

KRAILLING Radfahrern, die in der Kraillinger Innovationsmeile (KIM) unterwegs sind, nehmen einige Hindernisse die Sicht. „In eineinhalb Jahren habe ich hier schon drei Radlunfälle mitbekommen“, berichtet Lars Dieterich vom Unternehmen Corning, das direkt an der Einfahrt zum Konrad-Zuse-Bogen liegt.

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Dort führt auch der geteilte Fuß- und Radweg vorbei, der Krailling mit Pentenried verbindet. „In allen drei Fällen sind die Radler seitlich in ein Auto gefahren. Viele checken nicht, dass hier eine Straße ist, vor allem wenn man erstmals hier langfährt“, sagt Dieterich. Viele würden darum lieber direkt die Straße nutzen, sagt Dieterich, in dessen Firma etwa 20 Mitarbeiter regelmäßig radeln.

Mehr Sicherheit für Radler in Krailling: Bessere Infrastruktur muss geschaffen werden

„Es braucht mehr Klarheit“, bestätigt Thomas Roggenkamp von der Firma Trane. Auch einer seiner Mitarbeiter hatte auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall mit dem E-Bike. „Die Unternehmer machen sich Gedanken, wie sie etwas fürs Klima tun können – zum Beispiel mit Diensträdern. Aber dafür fehlt eigentlich eine sichere Infrastruktur.“

Er hofft auf einen geteerten Radweg von der KIM bis zum Ortseingang Krailling. „Wenn so 250 Mitarbeiter vom Auto aufs Rad wechseln, hat sich das in der CO2-Bilanz in zwei Jahren ammortisiert“, hat Roggenkamp ausgerechnet.

Einen Ausbau der Radwege zur KIM wird es zwar nicht geben, betont Kraillings Wirtschaftsförderer Alexander Broschell. „Aber die Gemeinde ist dafür offen, mehr Aufmerksamkeit zu schaffen.“ Konkrete Vorschläge will Broschell nun an die Gemeinde herantragen.

Mehr Sicherheit für Radler in Krailling: Auch Positives wird anerkannt

Für den Übergang am Konrad-Zuse-Bogen könnte sich Roggenkamp etwa Warnhinweise auf dem Weg oder sogenannte Rüttelstreifen vorstellen. Auch am Ende des Radwegs am Robert-Stirling-Weg ist die Einsicht begrenzt, könnte durch das Zurückschneiden von Sträuchern aber verbessert werden.

Hier verdeckt das Schild links die Sicht auf die Fahrbahn.
Hier verdeckt das Schild links die Sicht auf die Fahrbahn. © Romy Ebert-Adeikis

Ein Schild verdeckt am Übergang an der Pentenrieder Straße, kurz vor der Abzweigung zum Kraillinger Tanklager, die Sicht. „Das müsste höher gehängt werden“, so Roggenkamp. Doch es ist nicht alles schlecht, wie Dieterich betont: „Im Winter sind die Wege immer rechtzeitig geräumt.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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