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Gräfelfing braucht einen neuen Wertstoffhof –
zwei erarbeitete Varianten überzeugen bisher nicht

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Bauhof und Wertstoffhof sollen in Gräfelfing eigentlich getrennt werden. Doch eine neue Variante der Planer sieht vor, die beiden Einrichtungen übereinander zu stapeln.
Bauhof und Wertstoffhof sollen in Gräfelfing eigentlich getrennt werden. Doch eine neue Variante der Planer sieht vor, die beiden Einrichtungen übereinander zu stapeln. © Romy Ebert-Adeikis

Die Gemeinde Gräfelfing braucht einen neuen Wertstoffhof und hat daher ein Büro mit der Standortsuche beauftragt. Doch die Ergebnisse treffen auf wenig Begeisterung...

GRÄFELFING Seit fast 30 Jahren ist der Wertstoffhof Gräfelfing ein Provisorium: Er teilt sich im Lochhamer Gewerbegebiet ein Grundstück mit dem Bauhof. Das sorgt mittlerweile für Platzprobleme, Gefahrensituationen und lange Rückstaus auf den Lochhamer Schlag. Darum sucht das Büro „ia“ schon seit 2021 nach einem neuen Standort. Erste Ergebnisse wurden jetzt vom Geschäftsleiter Werner Bauer präsentiert.

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Neuer Wertstoffhof für Gräfelfing: Diese Standorte wurden untersucht

Näher untersucht hat dieser die Brachfläche zwischen Betriebshoflager und den Flüchtlingsunterkünften an der Großhaderner Straße. Dort wäre ausreichend Platz für getrennte Fahrspuren für Privatpersonen und Lkw, Büroräume und eine Annahmestelle für Elektrokleingeräte. „Die Kosten lägen bei circa drei Millionen Euro“, hat Bauer errechnet.

Auf Antrag der Grünen hat das Büro aber auch einen Neubau der Kombi-Lösung mit dem Bauhof untersucht. So könne der Wertstoffhof über dem Bauhof errichtet und gegebenenfalls selbst mit Büros oder Wohnungen überbaut werden. „Die Zufahrt zum Wertstoffhof würde dann über Rampen erfolgen“, erläuterte Bauer. Die Variante sei vermutlich deutlich teurer – und würde das Stauproblem am Lochhamer Schlag eher verschärfen als lösen.

Neuer Wertstoffhof für Gräfelfing: Grüne und IGG für Neubau am alten Ort - Bürgermeister dagegen

„Wir haben den Antrag gestellt, weil wir ein Problem mit der großen Flächenversiegelung bei der ersten Variante haben“, plädierte Grünen-Gemeinderätin Ulrike Tuchnitz für die Rampen-Option. Höhere Kosten würde sie dafür in Kauf nehmen. „Wir bekommen da ja dann nicht nur einen Wertstoffhof, sondern viel mehr.“

Unterstützt wurde Neubau am alten Standort auch von den Gemeinderäten der Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG). „Wir haben zuletzt bei mehreren Projekten Flächen versiegeln müssen. Hier sollten wir unsere Chance nutzen“, argumentierte Lion Buro.

Neuer Wertstoffhof für Gräfelfing: Uneinigkeit über neuen Standort

„Allein vom Bauvolumen und dem technischen Aufwand her ist die Variante zwei kein nachhaltiges Projekt“, gab Bürgermeister Peter Köstler (CSU) zu bedenken. Sein Fraktionskollege Thomas Heidenreich war mit beiden Optionen nicht glücklich. „Ich hätte gern noch eine weitere.“ Florian Ernstberger vom Bürgerverein Gräfelfing-Lochham argumentierte für die Trennung von Bau- und Wertstoffhof. „Das ist zwar eine große Versiegelung, aber die logischere Lösung.“

Einen Beschluss fasste der Ausschuss noch nicht. Die Varianten werden erst nochmal in den Fraktionen diskutiert.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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