Langfristiger Vertrag für Bierofka - „Nur der Anfang dieser positiven Entwicklung“

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Eigentlich offizieller Fußweg bisher

Gemeinde gibt diesen Weg auf, weil Seniorin mit Rollator im Gestrüpp stecken blieb

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Bald wieder privat: Die Gemeinde Hausham gibt den kleinen Weg zwischen Kreygasse und Schlierachstraße auf. 

Dieses Wegerl muss man erst mal finden. Nur 1,20 Meter ist die Abkürzung von der Kreygasse zur Schlierachstraße in Hausham breit. Jetzt wird sie aufgegeben.

Hausham – Den gepflegtesten Eindruck macht das Wegerl nicht, wie Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) nun im Hauptverwaltungsausschuss des Gemeinderats einräumte. Im Sommer sei der beschränkt öffentliche Weg mit Unkraut zugewuchert, im Winter oft schnee- und eisbedeckt – und in der Nacht mangels Beleuchtung stockfinster. Mangels verkehrsrechtlicher Bedeutung habe der Bauhof auf das Teilstück der Kreygasse kein Hauptaugenmerk gelegt. Weil dieses ohnehin kaum mehr öffentlich genutzt werde, hätten die Anwohner und Eigentümer nun eine Schließung und damit eine Einziehung der beschränkt öffentlichen Widmung beantragt.

Diese gehe auf eine Nutzungsvereinbarung zurück, die die Gemeinde 1961 mit den damaligen Eigentümern geschlossen habe, berichtete Zangenfeind. In den Flurkarten sei der Privatweg dagegen nie verzeichnet gewesen. Er selbst habe mit der Rückführung kein Problem, meinte Zangenfeind. „Meist wird der Bereich eh nur noch als Hundeklo genutzt.“ Eine Anwohnerin berichtete in der Sitzung sogar von einer älteren Dame, die mit ihrem Rollator im Gestrüpp stecken geblieben sei.

Für Zangenfeind stand damit fest: Sollte die Gemeinde an der Widmung festhalten, müsse sie auch ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen und den Pfad pflegen und beleuchten. Der Aufwand für den Unterhalt stehe aber in keinem Verhältnis zur Bedeutung des Wegs, sagte der Bürgermeister.

Thomas Danzer (SPD) sah das anders. „Wir brauchen kurze Verbindungen für Fußgänger im Ort“, sagte er. Wenn der Weg gepflegt wäre, würde er auch angenommen. Adi Eckmair (CSU) schüttelte den Kopf. Er habe lange in diesem Bereich gewohnt. „Da geht keiner“, sagte er. Daran wird sich auch nichts mehr ändern. Gegen die Stimme von Danzer entschied das Gremium mehrheitlich, den kleinen Weg endgültig aufzugeben.

sg

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