Heimstettener See: Sex-Knacki missbraucht Mädchen

+
Tatort Heimstettener See: Am Mittwoch hat sich hier ein Sexualstraftäter an einem Mädchen (4) vergangen.

München - Ein aus der Haft entlassener Sex-Täter hat am Mittwoch ein gehörloses Kind (4) am Heimstettener See missbraucht. Furchtbar: Die Mutter musste zusehen und konnte nichts tun!

Der Heimstettener See im Münchner Osten ist ein Paradies für Familien mit Kindern – in der Sonne liegen, im Wasser plantschen, mit dem Schlauchboot über den See schippern. Auch am Mittwochnachmittag tummelten sich Sonnenhungrige auf Liegewiesen und im kühlen Nass. Unter die Badegäste hatte sich ein Mann (63) gemischt, der kein Sonnenbad im Sinn hatte. Der nach tz-Informationen haftentlassene Sexualstraftäter hielt Ausschau nach einem Opfer.

Dem Sex-Täter gelang es, ein vierjähriges Mädchen in sein Boot zu locken, ohne dass die Mutter oder Badegäste es mitbekommen haben. Das gehörlose Kind kann sich nicht artikulieren, nicht um Hilfe schreien. Der 63-Jährige ruderte mit dem Mädchen an Bord auf den See. In einiger Entfernung zum Ufer zwang er die Vierjährige, ihn anzufassen. Der Sex-Täter begrapschte seinerseits das Kind.

Inzwischen hatte die ebenfalls gehörlose Mutter ihr Kind im Boot entdeckt. Vom Ufer aus musste sie zusehen, wie sich der Sextäter an ihrer Tochter verging. Verzweifelt lief sie auf und ab, versuchte, Badegäste um Hilfe zu bitten. Minuten später nahm die Polizei den Kinderschänder fest. Der Mann, der in der Heads-Datei (siehe unten) geführt wird, wurde am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Die Polizei bestätigte lediglich die Festnahme, weitere Details gab es nicht.

JAM

Das ist die HEADS-Datei

Die Haft Entlassenen Auskunfts Datei Sexualstraftäter – kurz HEADS genannt – wurde am 1. Oktober 2006 beim Polizeipräsidium eingerichtet. Die Datei soll den Informationsfluss zwischen Polizei, Justiz und Bewährungshelfern verbessern. Vor allem aber dient sie dazu, das Verhalten rückfallgefährdeter Sexualstraftäter zu überwachen und nach Möglichkeit neue Taten zu verhindern. Nur eine begrenzte Gruppe von Beamten im Polizeipräsidium München hat Zugriff auf die Täterdossiers. Gespeichert sind Informationen über die Tat(en), die Haftstrafe und wer wann aus welcher Anstalt entlassen wurde. Gespeichert ist auch der aktuelle Wohnsitz des Täters, sowie alle Wohnortwechsel, das Betragen in der Haftzeit, die Therapien und Verstöße gegen Auflagen. Je nach Rückfall-Risiko werden so entsprechende Maßnahmen zur Überwachung ergriffen. Die Datensätze sind mit einer Geo-Lokalisierung verknüpft, die eine Art Bewegungsmuster der überwachten Männer zulassen.

dop

Auch interessant

Meistgelesen

Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Abi-Prüfungen fanden statt
Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Abi-Prüfungen fanden statt
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik

Kommentare