Heimtückischer Messer-Mord an Haus-Ente Donnie

Moorenweis - Bei ihnen ist er vom flauschigen Küken zum prächtigen Erpel herangewachsen. An Donnie und seinen Kunststücken hatten die Schillings aus Langwied ihre Freude. Nun ist die Ente tot.

Die Familie glaubt, dass ihr gefiedertes Haustier erstochen wurde und hat Anzeige erstattet.

Als Familie Schilling zum Faschingsumzug nach Olching aufbrach, saß Donnie noch quakend auf dem Balkon. Als die Schillings wenige Stunden später in den Moorenweiser Ortsteil Langwied zurückkamen, war die Hausente weg. „Wir hatten ein komisches Gefühl, aber Donnie konnte sich frei bewegen“, sagt Hermann Schilling. Doch als der weiße Erpel mit dem schwarzen Fleck am Kopf auch in der Nacht nicht in seine Hütte auf dem Balkon im ersten Stock zurückkehrte, machten sich die Schillings Sorgen. Sie suchten im Garten und fanden Blutspuren im Schnee. „Mein Sohn ist ihnen gefolgt und hat Donnie tot hinter einem Stapel Dachziegel gefunden. Es war überall Blut.“   

Donnie kam schon als Küken zu Familie Schilling.

Für die Schillings ist der Tod von Donnie ein großer Verlust. „Wir alle hingen sehr an ihm, er war unser Haustier und kam zum Kuscheln wie eine Katze.“ Seit sein 14-jähriger Sohn die kleine Ente auf einem Misthaufen gefunden habe, habe Donnie der Familie viel Freude gemacht. „Am Anfang war er ein ganz kleines flauschiges Ding.“ Die Schillings und ihre vier Kinder beschäftigten sich mit dem Küken, fütterten und badeten es und brachten ihm Kunststücke bei. „Es gibt sogar ein kleines Video im Internet, in dem Donnie mit einem Ball spielt.“ Der Erpel hörte auf seinen Namen, ging am Balkon spazieren und durfte auch in die Wohnung. „Er war ganz schön frech und hat unseren Katzen gezeigt, dass er der Chef ist.“ Ausziehen wollte Donnie nicht. „Wir haben ihn zu den anderen Enten auf dem Bauernhof gebracht, aber er kam wieder zurück.“

Wegen des Todes des Erpels ging Hermann Schilling zur Polizei. Er ist davon überzeugt, dass kein Marder den Erpel getötet hat. „Jemand hat ihm mit einem Messer in den Hals gestochen, und er ist verblutet.“ Sein schlimmer Verdacht: Jemand aus der Nachbarschaft ist der Täter.

Seit die Vermieter, eine Erbengemeinschaft, den Schillings im Januar die Wohnung gekündigt hatten, gebe es Streit. Die tote Ente hat Hermann Schilling nun mit einem Zettel vors Haus gelegt. Auf dem klagt er „die Tierquäler im Haus“ an. „Die Ente war nicht als Haustier genehmigt“, sagt Christine Röder, die zur Erbengemeinschaft gehört. „So ein Tier kann man nicht auf dem Balkon halten, es gehört ins Freie.“ Sie habe ihrem Mieter mit einer Abmahnung gedroht, wenn er die Ente weiter auf dem Balkon hält. „Wir haben der Ente aber nichts zuleide getan“, sagt Christine Röder. Wer für den Tod der Ente verantwortlich ist, soll nun die Polizei klären.

Erpel Donnie ist übrigens auch auf YouTube zu sehen - er watschelt im Video durchs Wohnzimmer.

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