Innenministerium

Herrmann: Kesselberg wird nicht gesperrt

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Die Motorradfahrer am Kesselberg sorgen immer wieder für Diskussionen

In der Diskussion um eine Vollsperrung des Kesselbergs hat sich am Freitag Innenminister Joachim Herrmann zu Wort gemeldet.

Kochel am See –  Eine Komplettsperrung des Kesselbergs sei „nicht geplant“, teilt der Minister mit. „Das wäre aufgrund der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs nur als ultima ratio möglich, wenn alle anderen weniger einschneidenden Alternativen keinen Erfolg bringen.“ Vor diesem Hintergrund wurde vom VGH die komplette Sperrung des Sudelfelds für Motorradfahrer im Jahr 1986 gekippt, so Herrmann.

„Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen versuchen wir derzeit gemeinsam mit den Behörden vor Ort, das Problem in den Griff zu bekommen“, sagt der Minister mit Verweis auf die Leitschwellen. Die Polizei werde den Kesselberg aber weiterhin sehr genau im Auge behalten und intensiv kontrollieren.

Hermann appelliert an die Vernunft der Motorradfahrer, sich an die Verkehrsregeln zu halten. „Zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen.“

Gut nachvollziehen könne er den Ärger der Anlieger über den Lärm, so der Minister weiter. „Es ist eine Frechheit und illegal, wenn Motorradfahrer bewusst mit hoher Drehzahl und mit manipulierten oder nicht zugelassenen Auspuffanlagen durch die Ortschaften brettern“, kritisiert Herrmann. Daher habe er die Polizei bereits angewiesen, „diese rücksichtslosen Krawallmacher mit verstärkten Kontrollen möglichst aus dem Verkehr zu ziehen“. Die Kontrollgruppe Motorrad habe spezielle Schallpegelmessgeräte, mit denen selektiv auf der Strecke kontrolliert werde.

Am Freitag hatte sich erneut ein schwerer Unfall am Kesselberg ereignet

Lesen Sie auch: Erschreckende Statistik: So viele Motorradfahrer sterben bei Unfällen in Bayern

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