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Wirt gibt sein „Baby“ auf: Beliebtes Lokal schließt – Aus „pier48“ wird „Kiez“

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Von: Laura Forster

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Am Zweiten Weihnachtsfeiertag öffnet das „pier48“ an der Seestraße in Herrsching zum letzten Mal. Weiter geht’s im Januar unter neuem Namen und mit neuen Wirten. F.: Aj
Am Zweiten Weihnachtsfeiertag öffnet das „pier48“ an der Seestraße in Herrsching zum letzten Mal. Weiter geht’s im Januar unter neuem Namen und mit neuen Wirten. F.: Aj © Photographer: Andrea Jaksch

Das „pier48“ in Herrsching wechselt im Januar seinen Wirt. Tobias Krüppel hört aus Zeitgründen nach 15 Jahren auf und übergibt den Laden an Fritz Frömming und Walter Staudinger. Die beiden wollen einen neuen Treffpunkt für Einheimische schaffen.

Herrsching – Leicht fällt es Tobias Krüppel nicht, sein „Baby“, wie er das „pier48“ nennt, aufzugeben. Doch rational gesehen sei es die beste Lösung, sagt Krüppel im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Vor 15 Jahren, am 22. Dezember 2007, nach sechs Monaten komplettem Umbau, eröffnete das Lokalpier an der Seestraße 48 in Herrsching. „Davor war da ein Jeansladen drin“, erzählt Krüppel.

Nach 15 Jahren: Lokalpier schließt – Wirt erklärt Gründe für das Aus

Eine eigene Bar oder ein Café war schon immer sein Traum gewesen, zumal er davor schon viele Jahre in der Gastronomie gearbeitet hatte. Also überlegte Krüppel nicht lange und mietete die Räume für sein „pier48“ an. Viele Erinnerungen verbindet er mit dem Laden und mit den Menschen, die ihn über die Jahre begleitet haben. „Das Ende des ,piers‘ ist schon etwas Emotionales“, sagt Tobias Krüppel. Im Frühsommer hat er schlussendlich die Entscheidung getroffen, das Lokal nicht mehr weiterzuführen.

Neben seiner gut laufenden Werbeagentur, die ebenfalls „pier48“ heißt, könne er die Gaststätte nicht auch noch mit dem Aufwand betreiben, wie er es gerne möchte, sagt er. „Und halbe Sachen mache ich nicht.“ Als die Herrschinger Fritz Frömming und Walter Staudinger vor einigen Monaten auf ihn zukamen mit der Idee, das Pier zu übernehmen, musste Krüppel nicht mehr lange überlegen.

„Kiez“ soll Zuhause für alle Herrschinger sein

Der 26. Dezember ist nun der letzte Tag, an dem das „pier48“ seine Türen öffnet. Danach beginnen die Renovierungsarbeiten. „Wir wollen einiges verändern. Die Bar soll komplett umgestaltet werden“, sagt Frömming, der aber noch nicht zu viel verraten will. „Das soll ja eine Überraschung bleiben.“ Was er jedoch schon sicher sagen kann: Das „Kiez“, wie die Kneipe künftig heißen soll, ist vor allem als Treffpunkt für Einheimische gedacht. „Es soll ein Zuhause für jeden sein – von jung bis alt“, sagt Frömming.

Auf der Karte werden laut dem neuen Wirt zum Großteil Getränke stehen. Verschiedene Kaffeespezialitäten, Biere und Cocktails wollen er und Staudinger künftig in den Räumen an der Seestraße anbieten. Aber auch Snacks, Tapas und kleine Häppchen soll es geben. „Das ,Kiez‘ wird aber kein Restaurant. Schnitzel ist nicht auf der Karte vorgesehen“, sagt Frömming, der den kaufmännischen Teil der Bar übernimmt, während sich Staudinger um die Gastronomie kümmert.

Ein Teil des Personals von Krüppel soll im „Kiez“ weiterarbeiten, ein paar neue Kräfte haben die beiden auch schon gefunden. Wann genau im Januar das neue Lokal öffnet, steht noch nicht fest. „Das kommt auf die Handwerker an“, sagt Fritz Frömming.

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