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Sitze und Tische verbrannt

Schmierereien und Vandalismus an Kiosk: Was hat ein Rap-Video damit zu tun?

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Alles vollgeschmiert: Paul Kaczmarek staunt nicht schlecht. Er traf gestern die ersten Vorbereitungen für die kommende Kiosk-Saison. 

Die Gemeinde Herrsching muss sich weiterhin mit Vandalismus-Schäden herumschlagen. Diesmal im Seewinkel. Und ein Video gibt es gleich dazu. 

Herrsching – Jugendliche haben auf dem Badegelände im Seewinkel offensichtlich eine Riesensause gefeiert – und einen großen Schaden hinterlassen. Zeitgleich ist im Internet ein Rapper-Video veröffentlicht worden. Darin wird mit der gleichen Farbe und mit dem gleichen Schriftzug, mit der der Kiosk beschmiert wurde, ein Schild besprüht, das am Anfang des Badestegs steht. Ein Zusammenhang zwischen dem Vandalismus und dem Video liegt zumindest nahe. Die Polizei ermittelt.

Schon vor mehr als einer Woche wurden dem Rathaus die Schmierereien am Kiosk gemeldet. Die Gemeinde Herrsching ist Eigentümer der Fläche am See und auch der Immobilien dort. Pächter ist Alexander Urban. Dessen Hausmeister hatte den Vandalismus am Kiosk und auf dem Gelände zuerst bemerkt. Paul Kaczmarek, ein weiterer Angestellter Urbans, traf gestern die ersten Vorbereitungen für die Saison. Auch er musste erst mal Müll entfernen, vor allem viele Scherben. Laut Kaczmarek haben Unbekannte auch die Sitz- und Tischgarnituren aus Teakholz, die unter einer großen Plane wetterfest verpackt gewesen waren, ausgepackt und auf einer Feuerschale verbrannt. Anzeigen wurden noch nicht erstattet. Die Polizei war durch das Internet-Video aber ohnehin alarmiert.

Vandalismus-Schaden im Herrschinger Seewinkel: Video fällt Polizei auf

Das Video war laut Herrschings Polizeichef Erich Schilling einem Beamten aufgefallen, da einer der Protagonisten polizeibekannt sei. Diese aktuelle Filmaufnahme einer ganzen Reihe von Videos dieser Gruppe von Jugendlichen wurde in Herrsching am Bahnhof, im Seewinkel und auf einer Baustelle gedreht. Weil die Polizei auf dem Video im Seewinkel eine Sachbeschädigung ausmachen konnte, hatte sie die Gemeinde direkt informiert. Da aber nicht alle zu erkennen sind, der Täter zum Beispiel eine Kapuze aufhat – andere tragen sogar Masken – wurden zunächst einmal nur Ermittlungen eingeleitet, so Schilling. Strafantrag wurde noch nicht gestellt. 

Lesen Sie auch: Gleich mehrere mal musste die Polizei zum Waldkeller ausrücken - und das aus völlig unterschiedlichen Gründen (Merkur.de*) Eine Schneise der Verwüstung haben auch zwei Brüder (4 und 6) in ihrem Dorf in der Oberpfalz hinterlassen. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 15.000 Euro.

Auch die Gemeinde hat Videomaterial. Weil der Kiosk nämlich nicht zum ersten Mal Ziel von Vandalismus wurde, hatte die Gemeinde schon länger eine Überwachungskamera angebracht. Aber auch darauf kann keine Person dingfest gemacht werden. „Es ist zu dunkel. Man kann niemanden erkennen“, sagt Christoph Schmidt, der im Rathaus Herrsching für Liegenschaften zuständig ist. Die Aufnahmen der Überwachungskamera müssen erst noch an die Polizei übergeben werden. Während diese dann weiter nach den Schuldigen sucht, wird die Gemeinde die Beseitigung der Schmierereien in Auftrag geben und auf den Kosten wohl erst mal sitzen bleiben. Auch in weiteren Teilen Herrschings trieben sich Vandalen herum, berichtet Merkur.de*. Eine Schadensschätzung gibt es noch nicht. Auch Urban kann seinen Schaden noch nicht schätzen. Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen ungeachtet dessen weiter. „Sobald es schön ist wollen wir auch geöffnet haben.“

Vandalismus ist auch in Starnberg ein Thema. So ist der Bahnhof Nord alles andere als ein Vorzeigeobjekt. Gerade in den Toiletten ist Vandalismus ein echtes Problem, berichtet Merkur.de*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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