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Frau stürzt am Herzogstand vor Augen ihrer Kinder 80 Meter in die Tiefe

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Von: Christiane Mühlbauer

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80 Meter tief war eine Wanderin am Tag vor Silvester am Herzogstand abgestürzt.
80 Meter tief war eine Wanderin am Tag vor Silvester am Herzogstand abgestürzt. © Bergwacht Kochel

Die Bergwacht Kochel hatte in den Weihnachtsferien zwei schwerverletzte Wanderer zu versorgen. Am Tag vor Silvester war eine Familie in Nöten, am Dreikönigstag ein Wanderer am Herzogstand.

Kochel am See – Zwei schwere Bergunfälle haben in den Weihnachtsferien die Ehrenamtlichen bei der Kochler Bergwacht gefordert. Am Dreikönigstag (6. Januar) stürzte ein Wanderer mittags am Herzogstand schwer. Wie die Bergwacht auf ihrer Facebook-Seite schreibt, war der Mann auf dem Wanderweg zwischen Fahrenbergkapelle und Herzogstandhaus unterwegs.

Dort stürzte er auf dem vereisten Weg so unglücklich, dass er sich eine schwere Oberschenkelverletzung zuzog. Mit der Unterstützung des Hubschraubers „Christoph Murnau“ wurde der Patient versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Für die Bergwacht Kochel waren sechs Einsatzkräfte im Einsatz. Die Bergwacht Kochel weist darauf hin, dass die Wanderwege derzeit stark vereist sein können. Dies sollte bei der Tourenplanung und Ausrüstung beachtet werden.

Mutter stürzt 80 Meter in die Tiefe: Schock für Familie

Bereits am Tag vor Silvester waren die Retter stark gefordert gewesen. Eine Frau war kurz nach 14 Uhr am Wanderweg H2 (Herzogstand) vor den Augen ihrer Familie 80 Meter in die Tiefe gestürzt, berichtet die Bergwacht ebenfalls auf ihrer Facebook-Seite. Aufgrund der Erstmeldung forderte der Einsatzleiter umgehend einen Rettungshubschrauber an, dieser war jedoch aktuell nicht verfügbar.

Deshalb wurde ein Bergwacht-Notarzt alarmiert, der in kürzester Zeit aus Bad Tölz zur Einsatzstelle unterwegs war. Parallel dazu machten sich zwei Bergwacht-Mitglieder auf den Weg zur Patientin. Der inzwischen frei gewordene Hubschrauber brachte dann weitere Einsatzkräfte zur Unfallstelle, so die Bergwacht.

Kriseninterventionsdienst kümmert sich um die Kinder

Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde die Schwerverletzte mittels Bergesack und Winde in den Hubschrauber gezogen. Ihr unter Schock stehender Begleiter wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. In der Zwischenzeit wurde für die Söhne der Frau der Kriseninterventionsdienst (KID) zur Betreuung geholt. Dieser kümmerte sich um die Kinder und brachte sie anschließend ins Krankenhaus zu ihren Eltern. Insgesamt waren zehn Einsatzkräfte der Bergwacht Kochel und die Hubschrauberbesatzung von „Christoph 1“ aus München im Einsatz, heißt es in dem Bericht.

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