„Hey Yvonne" - Erdinger singt für die Kuh

Eschlbach – Die im Großraum Zangberg (Oberbayern) herumstreunende Kuh Yvonne hat jetzt auch im Landkreis Erding ihre Spuren hinterlassen – zwar keine Fladen, aber einen Song. Das Lied der Bockhorner Band „Gnadenkapelle“ ist bereits ein Renner auf YouTube.

 „Hey Yvonne, du wuide Kua, lebst im Woid, mogst nua dei Ruah“ – mit sehr viel Einfühlungsvermögen hat sich die Gnadenkapelle der Psyche von Yvonne genähert. Im lässig daherschlendernden bayerischen Country-Sound besingt die vierköpfige Band aus Eschlbach (Gemeinde Bockhorn) das mittlerweile weltbekannte, streunende Milchvieh, das ja seit einigen Wochen die Behörden narrt, da es glaubt, es sei ein Reh.

Bandleader und Sänger Valentin Dasch, in Eschlbach zuhause, erzählt, wie das Lied „Hey Yvonne“ entstanden ist: „Wir haben ein Familientreffen in Zangberg gehabt. Und da ist ja die Yvonne unterwegs. Wir sind am Lagerfeuer gesessen und haben über die Kuh geredet. Und da ist uns die Idee gekommen: Da müssen wir doch ein Lied drüber machen. Das ist dann schnell und ganz spontan entstanden.“

Sehen Sie hier das Video

Ein Video ließ nicht lange auf sich warten. In zwei Tagen wurde das Material dafür gedreht und dann am Computer zusammengeschnitten. Und das macht allen viel Spaß, worüber sich Dasch freut: „Die Leut’ sollen lachen. Und der Yvonne hilft so eine Aktion auch. Zumindest soll sie es.“

Immerhin, die Abschussfreigabe für die streunende Kuh ist erst mal aufgehoben. Vielleicht auch, weil, wie die Gnadenkapelle im Begleittext erklärt, „es zum ersten Mal es versierten Tierfilmern aus dem Landkreis Erding gelungen ist, Yvonne die Kuh über einen längeren Zeitraum zu filmen. Die Aufnahmen belegen, dass, wie von führenden Tierpsychologen vorhergesagt, sich Yvonne inzwischen dem Leben in der Wildnis perfekt angepasst hat und dazu Fähigkeiten entwickelte, die man bei einem Nutztier längst verschüttet glaubte.“

Im Landkreis Erding ist die seit 2006 bestehende Gnadenkapelle, die neben Dasch aus dem Gitarristen Norbert Klute (Velden), Bo Baumann (Buch am Erlbach) am Bass und Schlagzeuger Max Eder (Kirchdorf bei Haag) besteht, keine Unbekannte. Sigurd Kämpft-Sänger Max Hupfer war auch schon im LineUp vertreten. Zwei Auftritte bei Sinnflut hat sie absolviert, und dann gibt es noch einen traditionellen Gig: Am 1. Weihnachtsfeiertag spielt die Gnadenkapelle im Kinocafé in Taufkirchen. Heuer stellt sie auch ihre erste CD „Mei hoidn – Zeen bhoidn“ vor.

Michael Luxenburger

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