Rockavaria findet 2018 wieder in München statt – an einem ganz anderen Ort

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Der Schutzengel war schon da

Hier wartet Manuela auf ihre Befreiung

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Putzbrunn - Eine Frau prallt mit ihrem Cabrio gegen einen Holzzaun, ein Pfosten bohrt sich durch das Fahrzeug - und die Fahrerin bleibt praktisch unverletzt. Wir haben mit dem Unfallopfer gesprochen.

Diese Geschichte ist unglaublich. Wir sehen Manuela L. (51) am Dienstag nach ihrem Horror-Unfall auf der Äußeren Ottobrunner Straße in Putzbrunn. Die Versicherungs-Angestellte ist geschockt – aber nahezu unverletzt. Und das, obwohl sich nur wenige Sekunden zuvor ein drei Meter langer, zehn Zentimeter dicker Holzpflock durch ihren Mazda MX 5 gebohrt hatte!

Bilder: Pfosten bohrt sich durch Cabrio

Bilder: Pfosten bohrt sich durch Cabrio

„Ich hatte schon öfter einen Schutzengel. Aber dieses Mal kann ich es selbst kaum fassen“, sagt Manuela L. drei Stunden später zur tz. Eigentlich wollte sie ja nur schnell zum Einkaufen fahren und ein paar Pfandflaschen zurückgeben. Die Strecke fährt sie beinahe täglich, kennt sie aus dem Effeff. Doch dann war sie plötzlich mit den Gedanken woanders – und schon hatte sie die Kontrolle über ihren Wagen verloren. „Ich bin irgendwie zu weit nach rechts geraten, hab’ das Steuer rübergezogen und bin ins Schleudern geraten.“

Viel Beinfreiheit gab's nicht mehr

Dass sich wenige Augenblicke später ein Holz-Ungetüm von der Straßenbegrenzung durch ihren Mazda und bis in den Kofferraum bohrt, realisiert sie erst später. So haarscharf an ihr vorbei, dass ihr sogar der Strickpulli vom Leib und mit in die Rückenlehne gerissen wird. „Zuerst habe ich nur gedacht: ,Wow!‘ Ich wollte raus aus dem Auto, aber ich war eingeklemmt. Passanten haben mich dann aber relativ schnell befreit“, sagt die lebenslustige 51-Jährige.

Manuela L. wurde sofort ins Perlacher Krankenhaus gebracht. Per Ultraschall diagnostizierten die Ärzte einen Rippenbruch. Ansonsten kam sie mit ein paar Kratzern davon. Deshalb wollte sie auch nicht länger in der Klinik bleiben. „Da fühle ich mich nur unwohl.“

Ihr Lebensgefährte eilte sofort zu ihr und holte sie nach Hause. Der sagt zur tz: „Da kann sie sich einfach besser erholen. Ich bin so froh, dass ihr nicht mehr passiert ist.“

Und es scheint, als ob Manuela L. tatsächlich mit dem Schrecken davon gekommen ist. Denn am Nachmittag ärgerte sie sich schon wieder mehr über ihr kaputtes Cabrio: „Das habe ich erst vor zwei Jahren bekommen. Mein absoluter Liebling. Aber das hilft jetzt nichts. Es hätte ja alles viel schlimmer können!"

Sebastian Arbinger

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