Stadt will Investor Auflagen erteilen 

Hier wird ein neues Kino gebaut - und trotzdem geht der Knatsch weiter

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Viele der Änderungswünsche wurden genehmigt – wenn auch zähneknirschend. Den Investor erwarten jetzt aber Auflagen seitens der Stadt.

Die Baustelle an den Schlüterhallen sorgt nicht für Freudensprünge bei der Stadt Freising. Grund sind die diversen Änderungswünsche des Investors - und, dass er die Stadträte vor vollendete Tatsachen gestellt hat.

Freising– Ja, der Weg für das Kino an den Schlüterhallen in Freising ist frei. Doch Grund zu großer Freude hatten die Stadträte im Planungsausschuss am vergangenen Mittwoch nicht. Zähneknirschend hat man den Großteil der Änderungsanträge seitens des Investors Josef Saller genehmigt – und spart danach nicht mit Kritik.

Planungsreferent Franz Bernack (FSM): „Von der genehmigten Planung existieren zahlreiche grobe und bewusste Abweichungen.“ Der Investor habe offenbar „unfähige Planer“ gehabt und zudem „keinerlei Interesse an einer städtebaulich verträglichen Lösung“. Was war passiert? Der Bauherr habe bereits Tatsachen geschaffen: Zu hoch gebaut und Baugrenzen nicht eingehalten – bei den Stadträten herrschte dafür Unverständnis. Die Wünsche des Investors habe man dennoch weitgehend genehmigt – auch, weil aus Sicht der Verwaltung eine Ablehnung nicht möglich gewesen wäre. Hätte man dennoch dagegen gestimmt, so hätte das laut Bernack vielleicht sogar das Ende des Projekts, mindestens aber eine „wenig aussichtsreiche rechtliche Auseinandersetzung“ bedeutet. Im Vordergrund der Abstimmungen habe der politische Wunsch gestanden, das Projekt endlich umzusetzen.

Der Bau wurde „selbstverständlich beaufsichtigt“, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Freising, Christl Steinhart. Deshalb gab es auch, wie mehrfach berichtet, einen teilweisen Baustopp – konkret im Fall der Fassadengestaltung.

Zur Sprache kam allerdings auch, dem Investor nun einige Auflagen zu erteilen – beispielsweise, was die Freiflächen betrifft, erklärt der Planungsreferent. Da will man Saller auch Sicherheitsleistungen hinterlegen lassen, die er erst zurückerhält, „wenn er die Vorgaben erfüllt hat“. Stadtdirektor Gerhard Koch habe laut Bernack in der Sitzung bereits bestätigt, dass das möglich sei. Wie genau diese Auflagen aussehen werden, müsse noch „im Detail erarbeitet“ werden, erklärt Steinhart.

Ebenso kamen Bußgelder auf den Tisch: Die können „laut BauGB bis zu 500 000 Euro“ teuer werden, sagt Bernack. Die endgültige Höhe steht derzeit allerdings noch nicht fest. Dazu müsse man noch konkret klären, welche Art von Ordnungswidrigkeiten und in welchem Umfang sie vorlägen, ergänzt Christl Steinhart.

Investor Josef Saller reagierte am Dienstag nicht auf die Anfrage des Freisinger Tagblatts.

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