Spezialeinsatz für die Bundespolizei

Hier wird ein Schwerverbrecher mit dem Heli zum Richter geflogen

Schwerverbrecher Erding Hubschrauber
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Ankunft des Schwerverbrechers am Landeplatz.
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Der Gefangene wird im Helikopter gesichert. 
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Der Hubschrauber mit dem gesicherten Schwerverbrecher ist bereit zum Abflug.

Erding - Spektakulärer Spezialeinsatz für die Bundespolizei am Flughafen: Sie musste einen gefährlichen Schwerverbrecher nach Erding vor Gericht bringen. Von dort ging’s mit Hubschraubern ins Gefängnis.

Der brisante Einsatz lief nach den Worten von Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier am Abend des Vatertags an. Mit einer Maschine aus Belgrad kam ein 39-Jähriger am Flughafen im Erdinger Moos an. Der Serbe marschierte durch die Passkontrolle. Bei der Überprüfung seiner Papiere schrillten bei den Beamten alle Alarmglocken.

Denn der Mann wird wird in einem ganz besonderen Fall per internationalem Haftbefehl gesucht. Der 39-Jährige wird dem Organisierten Verbrechen zugeschrieben, so Köglmeier. Der Serbe soll daran beteiligt gewesen sein, einen Komplizen mit Waffengewalt aus dem Polizeigewahrsam befreit zu haben. Dieses Verbrechen fand bereits 2006 in Liechtenstein statt. Bei dem Befreiten handelt es sich um eine Mitglied einer international agierenden, serbischen Verbrecherbande.

Die Liechtensteiner Behörden hatten im Laufe der Ermittlungen den 39-Jährigen als einen der Täter identifiziert und anschließend international nach ihm fahnden lassen. Es war ihm gelungen, mehrere Jahre unerkannt im Untergrund zu legen. Am Donnerstag tauchte er dann überraschend am Airport auf.

Die Justiz in dem Alpenstaat wirft dem 39-Jährigen schwere Nötigung, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Beihilfe zum Ausbruch eines Häftlings vor.

Der 39-Jährige wurde in eine Zelle der Bundespolizei gesperrt. Am Freitagvormittag musste er einem Richter vorgeführt werden. Internationale Haftbefehle, so Köglmeier, müssen von einem ortsansässigen Richter bestätigt werden – in diesem Fall am Amtsgericht Erding. Mit drei Streifenwagen ging es unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen vom Flughafen zum Justizgebäude an der Münchner Straße. Dort unterschrieb ein Richter den Haftbefehl.

Die Kolonne setzte sich mit Blaulicht und Martinshorn durch die Innenstadt wieder in Bewegung. Das nächste Ziel lautete Fliegerhorst. Dort wartete bereits ein Hubschrauber der Bundespolizei, während eine Maschine der Landespolizei über dem Geschehen kreiste.

Der Täter wurde in die Jutizvollzugsanstalt Stadelheim geflogen. Köglmeiers Fazit: „Schwerverbrecher fassen wir täglich. Dieser Fall war aber ganz eindeutig alles andere als alltäglich.“

Hans Moritz

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