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Waldstück abgesucht

Hilferufe einer Frau lösen Großeinsatz aus

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Der Zarrer-Wald nahe Au/Hallertau.

Au/Hallertau - Rund 200 Feuerwehrler, eine Rettungshundestaffel, ein Polizeihubschrauber, BRK und zwei Streifen der PI Moosburg: Dieses Großaufgebot war am Dienstagabend in einem Waldstück bei Au aktiv. Grund:  Es waren Hilferufe einer Frau gemeldet worden.

„Es wäre halt schön gewesen, wenn wir mit der Suche Erfolg gehabt hätten": Den Kommandanten der Feuerwehr Au, Christian Holzmann (36), erreichte die erste Alarmierung am Dienstag kurz vor 22 Uhr als Ersten: Eine Radfahrerin habe am Abend im Zarrergereut, einem Waldstück südlich von Au, mehrere Hilfeschreie einer Frau gehört. Holzmann: „Wir sind dann sofort zum Zarrerwald ausgerückt, um die Lage zu sondieren.“ Und da erreichte die Helfer und die Polizei schon die nächste Hiobsbotschaft: „Eine 35-jährige Frau aus dem nördlichen Landkreis wsird vermisst.“ Zunächst sei vermutet worden, dass die Hilferufe und der Vermisstenfall zusammenhängen. So entschieden laut Christian Holzmann die Helfer vor Ort: „Wir suchen im großen Stil“.

Nach 22 Uhr folgte die Nachalarmierung, ein Großeinsatz lief an. Insgesamt waren zusammen mit der FFW Au in wenigen Minuten rund 200 Wehrmänner aus den Orten Abens, Haslach, Günzenhausen, Reichertshausen, Tegernbach, Grafendorf, Grünberg, Enzelhausen, Osterwaal, Rudertshausen und Osseltshausen zum Zarrerwald unterwegs. Für den Notfall waren zudem zwei BRK-Rettungsfahrzeuge mit Notarzt geordert worden. Erst drehte ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera die Runde über dem Gelände.

Dann wurden die Beamten der ebenfalls alarmierten Hundestaffel „Isar“ mit sechs Suchhunden in das vier Hektar große Waldstück geschickt. „Zum Schluss bildeten die Feuerwehrmänner eine Kette und suchten den kompletten Wald ab.“ Doch alle Aktionen blieben ohne Resultat. So wurde die Absuche gegen 2.15 Uhr eingestellt: „Es bleibt kein gutes Gefühl, wenn man ohne Ergebnis wieder einrücken muss“, meinte gestern Kommandant Christian Holzmann. „Für uns sind inzwischen beide Fälle abgeschlossen“, erklärte dann gestern Moosburgs PI-Chef Christian Bidinger.

Denn die 35-jährige Vermisste wurde am späten Mittwochvormittag wohlauf in ihrer Wohnung angetroffen. Wohin sie am Dienstag verschwunden war, verriet die Frau den Beamten nicht. Die Frau sei allerdings psychisch labil und schon öfters von Zuhause verschwunden, weiß der Polizei-Chef: „Mit den Hilferufen dürfte sie nach derzeitigem Erkenntnisstand nichts zu tun haben“, erklärte Bidinger. Die „Akte“ Zarrerwald werden er und seine Beamten auch schließen: Erstens ging im Laufe des Mittwoch keine weitere Vermisstenmeldung ein und zweitens sei das Waldstück bereits komplett abgesucht worden: „So können wir wohl ein Verbrechen ausschließen.“

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