Flächenbrand bei Dietersheim

Hitzeschlacht für die Feuerwehr

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Bei 36 Grad Hitze haben über 100 Feuerwehrleute am Samstag drei Stunden lang einen Flächenbrand bei Dietersheim bekämpft.

Dietersheim - Es war ein brutaler Einsatz: Bei 36 Grad Hitze haben über 100 Feuerwehrleute am Samstag drei Stunden lang einen Flächenbrand bei Dietersheim bekämpft.

Am Ende sackten etliche Helfer erschöpft zu Boden. Der Atem ging schwer, die schweißgetränkten Kleidungsstückee klebten am Körper. Drei Stunden lang waren über 100 Feuerwehrkräfte bei einem Flächenbrand südwestlich von Dietersheim im Einsatz gewesen - bei 36 Grad im Schatten. Doch Schatten gab es am Unglücksort nicht.

Eine defekte Strohpresse hatte das Feuer ausgelöst, wie Rainer Girstl von der Dietersheimer Wehr mitteilte. Zehn bis 15 Ballen wurden von den Flammen erfasst, der böige Ostwind tat das Seine. Durch ihn konnte sich der Brand rasend schnell auf eine Fläche von drei Hektar Stoppelfeld ausbreiten. „Das große Problem war, dass das Feuer so gewandert ist“, sagt Girstl. „Drei Hektar - das ist einfach eine Riesenfläche.“ Und so rückten neben den örtlichen Wehren aus Eching und Dietersheim auch die Kollegen aus Garching und Unterschleißheim an.

Insbesondere das Ausräumen der Presse setzte den eingesetzten Kräften zu. Denn dazu mussten Atemschutzmasken übergezogen werden. Angesichts des Brand-Ausmaßes hatten die Feuerwehrleute kaum Zeit, Wasser zu sich zu nehmen. Immerhin: Etliche Anwohner sorgten für Getränkenachschub. „Die sind teilweise extra noch einkaufen gefahren“, berichtet Girstl. „Denn für so viele Einsatzkräfte hat unser Getränkevorrat nicht gereicht.“

Bilder vom Brand

Flächenbrand bei Dietersheim: Hitzeschlacht für die Feuerwehr

Unterstützt wurden die Wehren auch von Landwirten, die um die fast 500 Meter lange Brandfläche eine Schneise pflügten, um das Feuer zu stoppen. Auch an den Löscharbeiten beteiligten sie sich mit einem 10 000-Liter-Wasserfass. Um 19 Uhr waren die Flammen besiegt.

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