Bürgerentscheid: Hochhausgegner setzen sich durch

Unterschleißheim - Die Entscheidung ist gefallen: Häuser dürfen in Unterschleißheim nicht höher gebaut werden als 50 Meter. Das ist das Ergebnis des Bürgerentscheids „Hochhäuser“. Die Begrenzung gilt zunächst für ein Jahr.

Ein Jauchzer aus der Runde der Wartenden kündigte am Sonntagabend im Bürgersaal das vorläufige Ergebnis an: 7135 gültige Stimmen wurden abgegeben. 4786 Wahlberechtigte (67,6 Prozent) stimmten für eine Höhenbegrenzung. 2349 Wahlberechtigte (32,9 Prozent) sprachen sich dagegen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,4 Prozent.

Ein Erfolg für die Bürgerinitiative „Stadt mit Maß“, die den Bürgerentscheid auf den Weg gebracht hatte. Eine Enttäuschung vor allem für CSU und SPD, die beiden großen Parteien im Stadtrat. Beide Fraktionen hatten sich stets gegen eine Höhenbegrenzung ausgesprochen. Eine Enttäuschung auch für Unternehmer Manfred Graf. Er muss sich nun erst einmal von seinen „Menlo Towers“ verabschieden.

An den beiden an der Edisonstraße geplanten Bürotürmen - 85 und 53 Meter hoch - hatte sich die Debatte erst entzündet.

Dass die Menschen in der Stadt bereits zum zweiten Mal – nach der Therme – den Weg des Bürgerentscheids gegangen sind, ist für Bürgermeister Rolf Zeitler kein gutes Signal. Er sorgt sich um potenzielle Investoren. Grundsätzlich sei der Wille der Bürger zwar zu akzeptieren. Allerdings, sagte er, sei es leichter, die Befürworter eines Bürgerentscheids zu mobilisieren. Die Stadt müsse sich fragen, wie sie in Zukunft ihr Klientel besser zur Urne holen könne. Und Zeitler ging nicht ohne eine Breitseite gegen die SPD. Sie habe sich rausgehalten, was enttäuschend sei für eine Volkspartei. Alfons Wommelsdorf (SPD) kommentierte den Vorwurf lediglich mit: „Das ist traurig, dass er so etwas sagt.“

bim

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