Familie drei Stunden lang eingeschlossen

Hochwasser in der Höhle - Tobias (7) rettet sich selbst

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Tobias (r.), seine Familie und ihre Retter.

München - Horrorszenerie im Urlaub: Als Sabine S. aus Germering mit Mann Hans und den beiden Enkelkindern eine Höhle in Salzburg besichtigt, kommt plötzlich die Flut. Tobias (7) wird vom Wasser mitgerissen.

Über drei Stunden ist der Rest der Familie im tiefen Gestein gefangen – ohne zu wissen, ob der Bub überhaupt noch lebt.

Am letzten Tag des Campingurlaubs in Fieberbrunn/Tirol ist es grau und nass draußen. Passendes Schlechtwetter-Programm für Tobias (7) und Ani (6): eine Höhlenbesichtigung im Massiv von Lofer bei Salzburg. Eine Viertelstunde sind die Ausflügler ins Innere unterwegs, als plötzlich die rote Warnleuchte an der Wand aufblinkt. Sofort kehren die vier um. Doch es ist bereits zu spät. Der Wasserpegel steigt rasend schnell an, die Großeltern und ihre Enkel waten zunächst durch knöchelhohes, dann durch kniehohes Wasser. Und plötzlich wird Tobias (7) mitgerissen.

Oma Sabine zum Brucker Tagblatt: „Er war auf einmal weg. Es war furchtbar.“ Über drei Stunden müssen die Großeltern mit Enkelin Ani in der Höhle ausharren – krank vor Sorge um ihren Tobi.

Als der Pegel sinkt, kommen die Höhlenretter. Und draußen dann das große Wiedersehen: Tobi lebt! Der Siebenjährige war ein Stück vom Wasser mitgerissen worden, doch dann kam er wieder auf die Beine und rannte aus der Höhle. „Ich hab’ einfach den Mund zugemacht“, erzählt er hinterher stolz.

Carolin Nuscheler

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