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Herzstillstand bei Maibaumfeier

Höhenkirchen - Die Maibaumfeier überschattete am Samstag ein tragisches Unglück. In letzter Sekunde belebten Rettungskräfte einen bewusstlosen Gast nach einem Herzinfarkt wieder.

Der Notruf erreichte den First-Responder-Dienst der Hohenbrunner Feuerwehr gegen 16.30 Uhr. Ein 49-jähriger Besucher der Höhenkirchner Maibaumfeier rang am Samstag inmitten der Festgemeinschaft mit dem Tod. Ärztin Johanna Feldmeier (43) traf nach etwa sechs Minuten am Wirtshaus „Alter Wirt“ ein. Dort fand sie den 49-Jährigen bewusstlos auf dem Boden liegend. Erstdiagnose: Herzinfarkt.

Der Burschenverein als Organisator des Fests hatte die Unglücksstelle bereits mit Decken als Sichtschutz vor den Blicken der Schaulustigen abgeschirmt. „Als wir eintrafen hatte der Sanitätsdienst bereits mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, auch für die künstliche Beatmung war bereits gesorgt“, sagt Feldmeier. Sie ist sich sicher: „Wäre der Patient alleine in seiner Wohnung in die Bewusstlosigkeit gefallen, so kann man davon ausgehen, dass er jetzt nicht mehr am Leben wäre.“

Das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte vor Ort rettete das Leben des 49-Jährigen. Und dem Team um Ärztin Feldmeier ist es zu verdanken, dass der Mann wahrscheinlich ohne bleibende Gesundheitsschäden aus dem Krankenhaus entlassen werden kann. „Unter den gegebenen Bedingungen fand der Patient die besten Voraussetzungen für eine Behandlung vor“, unterstreicht Feldmeier.

So gelang es den Rettungskräften, Atmung und Herzschlag noch vor Eintreffen in der Klinik zu reanimieren. Dabei hatten sich kurz vorher die Ereignisse auf dem Festgelände weiter zugespitzt: Die Ehefrau des 49-Jährigen fiel während der Wiederbelebungsmaßnahmen unter Schock ebenfalls in die Bewusstlosigkeit.

Feldmeier: „Vermutlich spielten die Aufregung und der Alkohol eine Rolle.“ Beide Verunglückten kamen auf die Intensivstation. „Sie mussten auf die Kliniken Alt- und Neuperlach verteilt werden, da das Personal auf den Intensivstationen an kleinen Krankenhäusern oft nur für eine Akuteinlieferung ausgerichtet ist“, erklärt Feldmeier. Sie sollen aber nach der Verlegung aus der Intensivstation in einem Krankenhaus gemeinsam versorgt werden.

von Christina Jackson

Rubriklistenbild: © dpa

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