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„Bitte beeilen Sie sich, ich blute!“ – Polizei rückt nach Fake-Alarm mit Großaufgebot aus

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Von: Laura May

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Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr rückten aus./Symbolbild. © Klaus-Dietmar Gabbert

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat ein Unbekannter die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt – Die Meldung entpuppte sich als Fake.

Siegertsbrunn – Ein Unbekannter hat die Polizei mit einer Falschmeldung in die Irre gelockt. Der Mann meldetet in der Nacht von Samstag, 14. Januar, auf Sonntag, 15. Januar, einen Einbruch in seiner Wohnung im Bereich der Haring Straße in Siegertsbrunn.

Für die Meldung nutze er eine Notruf-App. Er teilte der Polizei mit, dass mindestens ein Täter noch in seiner Wohnung sei. Er selbst sei verletzt. „Bitte beeilen Sie sich, ich blute“, so seine alarmierende Botschaft.

Fake-Notruf Siegertsbrunn: Polizei rechtnet mit dem Schlimmsten

Die Polizei rechnetet daraufhin mit dem Schlimmsten, wie die Pressestelle miteilt. Sie rückten mit einem Großaufgebot aus Polzeiteinsatzkräften, Feuerwehr und Rettungswagen aus.

Es waren 14 Streifenwagen mit insgesamt 22 Mann plus drei Busse des Unterstützungskommandos (USK) im Einsatz. Außerdem waren aufgrund des angeblich verletzten Mannes Rettungskräfte mit dabei.

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Fake-Notruf Siegertsbrunn: Siegertsbrunn diskutiert auf Facebook

Bürgerinnen aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn bemerkten das nächtliche Großaufgebot und diskutierten bereits am Sonntag den ominösen Einsatz auf Facebook: „Hat jemand nähere Infos über den massiven Polizeieinsatz (Polizei in Kampfausrüstung und mit großem Aufgebot) in der vergangenen Nacht um ca. 1 Uhr? Feuerwehr und Rettungsdienst war auch unterwegs“ – wurde etwa in einer Dorfgruppe gefragt.

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Fake-Notruf Siegertsbrunn: Anzeige wegen Missbrauch von Notrufen

Die Pressestelle des Präsidiums bestätigte nun den Einsatz auf Nachfrage. Als die Polizei bei der Wohnung eintraf, musste sie allerdings feststellen, dass niemand da war. Die Wohnung war leer, keine verletzte Person war anzutreffen.

Der Eigentümer der Wohnung wurde kontaktiert. Er war nicht in seiner Wohnung und gab an, nichts über den Vorfall zu wissen. Der bisher unbekannte Auslöser des Einsatzes hatte sich wohl einen Scherz erlaubt, der allerdings eine Straftat ist.

Die Polizei sucht nun nach dem Anrufer. Ihm droht eine Anzeige wegen Missbrauch von Notrufen.

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