Brutaler Überfall

Täter klingeln an der Tür und fesseln Ehepaar

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Dieses Haus war Schauplatz des Raubüberfalls.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Brutaler Überfall: Drei bislang unbekannte Männer und eine Frau haben am Montag ein Ehepaar in Siegertsbrunn ausgeraubt, gefesselt und geschlagen.

Es war wahrscheinlich die schlimmste Viertelstunde ihres Lebens – schutzlos ausgeliefert in der Gewalt einer skrupellosen Räuberbande: Ein Reihen-Eckhaus in einer stille Wohnsiedlung in Siegertsbrunn (Landkreis München) wurde am Montag Schauplatz eines höchst brutalen Verbrechens. Die Opfer: Ein Jurist (41) und dessen Ehefrau (34).

Um 20.45 Uhr läutete es. Ahnungslos öffnete der Jurist die Tür. Die vier wenig vertrauenerweckende Figuren – drei Männer und eine Frau mit schwarzen Haaren – hatte er noch nie gesehen: „Polizei! Hausdurchsuchung!“, schnarrte der Haupttäter – ein etwa 35-Jähriger Mann, athletisch gebaut in olivgrüner Militärhose und schwarzer Lederjacke. Der 41-Jährige verlangte einen Dienstausweis zu sehen. Der Wortführer antwortete mit einem brutalen Magenschwinger und schob den sich unter Schmerzen windenden Juristen ins Haus. Unter Schlägen und Drohungen wurde das Ehepaar gefesselt. Die Räuber forderten Geld. „Ich habe nichts im Haus!“, log der Jurist. Nach weiteren Misshandlungen gab der Hausherr schließlich auf und führte die Täter in den Keller. Dort steht der Tresor. Seine Frau musste gefesselt oben sitzen bleiben und wurde bewacht. Mit Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro verließen die Täter kurz darauf das Haus und überließen das leicht verletzte Ehepaar seinem Schicksal. Nach wenigen Minuten konnten sie sich selbst befreien und die Polizei rufen.

Kurz darauf war in der stillen Siedlung der Teufel los. Mehrere Streifenwagen kamen mit Blaulicht, über den Dächern kreiste der Hubschrauber. Doch die Räuber hatten ihren Vorsprung genutzt und blieben verschwunden.

Der Haupttäter hat einen grau-blonden Dreitagebart, ein rundes Gesicht und sprach bayerisch. Seine beiden schweigsamen Mittäter sind etwa 25 bis 30 Jahre alt. Der eine schlaksig mit rötlichem, gestutztem Vollbart, Mütze und Rucksack. Der andere stämmig, mit rundem Gesicht, kurzen Haaren und olivgrüner Militärhose. Die Frau ist etwa 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, und schlank mit schmalem Gesicht, heller Haut und hohem Haaransatz. Ihre langen, glatten, schwarzen Haare hatte sie zum Pferdeschwanz gebunden.

Zeugen gesucht

Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können. werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, in Verbindung zu setzen, Tel. 089/2 91 00.

Dorita Plange, Jacob Mell, Sebastian Arbinger

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