Großeinsatz in Hohenbrunn

163 Helfer rücken zu Dachstuhlbrand aus

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Ein Dachstuhlbrand in einem Metall-Betrieb hat am Montagmorgen in Hohenbrunn einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Hohenbrunn - Ein Dachstuhlbrand in einem Metall-Betrieb hat am Montagmorgen in Hohenbrunn einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Insgesamt 163 Helfer rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen

Dichter schwarzer Qualm schlägt den Einsatzkräften der Feuerwehr bereits auf der Anfahrt zur Georg-Knorr-Straße in Hohenbrunn entgegen. Der hölzerne Dachstuhl über der Produktionshalle des Metall-Betriebs hatte sich entzündet. Warum, ist bislang unklar. Zunächst rücken gegen 9.30 Uhr die Feuerwehren aus Hohenbrunn und Siegertsbrunn aus. Die Mitarbeiter der Firma haben sich bereits ins Freie gerettet. Niemand ist verletzt.

Am Einsatzort ist für die Helfer schnell klar: Allein werden sie den Brand nicht bekämpfen können. „Es war sehr schwer dort ranzukommen, weil sich das Dämmmaterial unter dem Dach entzündet hat“, berichtet Kreisbrandmeister Gerhard Bauer. Das Dach muss abgenommen werden. Mehr Atemschutzträger sind notwendig. Zur Unterstützung rücken nach und nach die Feuerwehren aus Ottobrunn, Höhenkirchen, Neubiberg, Brunnthal, Unterhaching sowie der Einsatzleitwagen des Landkreises München und der ABC-Zug München-Land aus. Insgesamt 163 Feuwehr-Leute versuchen, dem Brand Herr zu werden.

Bilder: Großeinsatz in Hohenbrunn

Mit Motorsägen schneiden die Helfer das Blechdach auf, um das Dämmaterial vom Dach aus zu löschen. Auch in der Halle wechseln sich die Atemschutzträger immer wieder ab, die von dort aus mit Strahlrohren das Feuer bekämpfen. „Es war ein sehr aufwändiger Einsatz“, betont Gerhard Bauer. Drei Stunden nach der Alarmierung meldet der Einsatzleiter und Hohenbrunner Kommandant Wilhelm Feldmeier schließlich: „Feuer aus.“ Für die Freiwilligen Helfer ist der Einsatz damit aber noch nicht beendet: Die Nachlöscharbeiten dauerten noch mehrere Stunden an. Die Gefahrstoffmessungen des ABC-Zugs ergaben währenddessen keine gefährlichen Stoffkonzentrationen in der Umgebung.

Zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die Polizei am Montag noch keine Auskunft geben. Auch zur Brandursache gibt es noch keine Anhaltspunkte. Die Brandfahndung hat die Ermittlungen aufgenommen.

pk

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