1. tz
  2. München
  3. Region

Wegen Gaskrise: Bayerisches Landratsamt erlaubt Notbetrieb für alte Holzöfen - doch es gibt Regeln

Erstellt:

Von: Veronika Mahnkopf

Kommentare

Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen stillgelegte private Holzfeuerungen im Notfall wieder befristet in Betrieb genommen werden. Symbo
Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen stillgelegte private Holzfeuerungen im Notfall wieder befristet in Betrieb genommen werden. © Symbolfoto: DPA

Das Landratsamt Freising hat eine Verfügung zur befristeten Wiederinbetriebnahme von Holzöfen erlassen. Doch es gilt, einiges zu beachten.

Landkreis – Der Einsatz von Holz ist ein wichtiger Beitrag zur Einsparung fossiler Energieträger. „Wegen einer möglichen Gasmangellage in der bevorstehenden Heizperiode können deshalb unter bestimmten Voraussetzungen stillgelegte private Holzfeuerungen in Bayern im Notfall wieder befristet in Betrieb genommen werden“, teilt Robert Stangl, Pressesprecher des Landratsamts Freising, mit.

Gaskrise: Alte Holzöfen dürfen ausnahmsweise betrieben werden

Das Landratsamt hat dazu am 18. August eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die für den Zeitraum von 1. September 2022 bis 31. August 2023 gilt. Damit können Ausnahmezulassungen erteilt und aufwändige Einzelfallentscheidungen vermieden werden.

Ältere Holzfeuerungen wie Einraumfeuerungsanlagen (zum Beispiel Kamin- oder Kachelöfen, die nur einen Raum heizen) oder zentrale Heizungsanlagen, die wegen der Sanierungsfristen der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) bereits außer Betrieb genommen, aber noch nicht abgebaut wurden, können für eine Übergangszeit im Notfall wieder genutzt werden. Voraussetzung ist, dass sie den Betrieb einer vorhandenen Gasheizung ganz oder teilweise ersetzen.

(Unser Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus Ihrer Region. Melden Sie sich hier an.)

Alten Holzofen weiter betreiben: Formulare müssen ausgefüllt werden

Grundlage der zeitlich befristeten Genehmigung, so Stangl, sind die vom Landesinnungsverband für das Bayerische Kaminkehrerhandwerk erstellten Formulare zum Vorhalten einer Heizungsanlage für feste Brennstoffe für den Notbetrieb („Merkblatt und Erklärung zur Stilllegung einer Einzelraumfeuerungsanlage für feste Brennstoffe“ und „Merkblatt und Erklärung zur Stilllegung einer zentralen Heizungsanlage für feste Brennstoffe“).

Alten Holzofen wegen Gaskrise betreiben: Formlose Anzeige beim Landratsamt

Der Betreiber muss die Aufnahme des Betriebs dem Landratsamt Freising formlos anzeigen und eine Kopie des entsprechenden Formulars beim Landratsamt Freising, Immissionsschutz (Landshuter Straße 31, 85356 Freising oder per E-Mail an immissionsschutz@kreis-fs.de) einreichen. Gleichzeitig ist der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger über die Betriebsaufnahme zu unterrichten. ft

Der Preis für Brennholz ist in der Energiekrise extrem gestiegen. Auch Kaminöfen werden enorm nachgefragt. Holzhändler wie Kaminhändler können die Nachfrage derzeit nicht decken.

Gut zu wissen

Weitere Informationen zum Notbetrieb stillgelegter Holzöfen sind in der Allgemeinverfügung zu finden. Diese ist zusammen mit den beiden Formularen auf der Homepage des Landratsamtes Freising unter https://lrafs.de/immission eingestellt.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising.

Auch interessant

Kommentare