Vom Holzpflock nur knapp verfehlt

Manus neues Leben nach dem Horror-Unfall

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Manuela L. ist wieder obenauf. Vor Weihnachten verbrachte sie wunderbare Tage in Indonesien. Ihren schrecklichen Unfall vom Juli hat sie gut verarbeitet. Jetzt lebt sie viel bewusster und genießt schöne Augenblicke umso intensiver

München - Manuela L. wäre bei einem schweren Unfall im Juli 2013 um ein Haar von einem Holzpflock durchbohrt worden. Ein halbes Jahr später schwärmt die 51-Jährige von ihrem neuen Leben.

Ein drei Meter langer und zehn Zentimeter dicker Holzpflock durchbohrt einen Mazda MX5 – und schrammt haarscharf an Manuela L. (51) vorbei. Sogar den Strickpulli reißt ihr das Trumm vom Leib. Aber die Neubibergerin ist unversehrt! Dieses Foto vom Juli ist eines der unglaublichsten des Jahres. Und die Geschichte hat jetzt ein wirklich glückliches Ende genommen.

Es ist ein warmer Tag Ende Juli, als die Versicherungsangestellte auf der Äußeren Straße in Putzbrunn auf dem Weg zum Einkaufen unterwegs ist. Es ist nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit. „Dann bin ich irgendwie zu weit nach rechts geraten, hab’ das Steuer rübergezogen und bin ins Schleudern geraten“, erzählt Manuela L. damals nur drei Stunden nach dem Unfall der tz.

Dann geht alles unglaublich schnell: Der Holzpflock von der Straßenbegrenzung rammt sich mit riesiger Wucht von vorne durch ihren Mazda bis hinten in den Kofferrraum. Sekunden später blickt Manuela L. an sich herunter und kann es selbst nicht glauben: Sie sitzt nur mit dem BH bekleidet im Auto. Der Pflock direkt neben ihr hat sie im Auto eingeklemmt, aber nicht schwer verletzt. Sie ist haarscharf am Tod vorbeigeschrammt! „Ich hatte schon öfter einen Schutzengel. Aber diesmal konnte ich es selbst kaum fassen.“ Die Ärzte diagnostizieren einen Rippenbruch, aber der ist schnell verheilt.

"Es kommt mir zurückblicken vor wie in einem schlechten Traum"

Doch wie geht es Manuela L. heute – vorallem psychisch? Die tz erwischt sie vor Weihnachten zusammen mit ihrem Partner Peter H. im Indonesien-Urlaub. Offensichtlich geht es der 52-jährigen Frau besser denn je. „Der Unfall hat mir etwas bewusster gemacht, wie schnell es doch gehen kann ...“, schreibt sie per Mail. „Unglaublich, was ich für ein Glück hatte. Zurückblickend kommt es mir wie in einem schlechten Traum vor.“

Ihr Partner Peter H. gab Maunela L. viel Kraft, um den Schock nach ihrem Unfall zu verarbeiten

Ihr schickes Mazda Cabrio war nach dem Unfall freilich nicht mehr zu retten. Manuela L. berichtet: „Der war Schrott. Aber ich habe mir wieder ein Cabrio gekauft. Und ich habe die Freude am Fahren nicht verloren! 33 Jahre Führerschein – und nur ein kleiner Vorfahrtfehler, darauf bin ich stolz.“ Vielleicht muss sich die Neubibergerin bald auf viel chaotischere Straßenverhältnisse einstellen: „Ich bin über die Feiertage bei Freunden auf Lombok, einer kleinen Insel in Indonesien. Wir spielen mit dem Gedanken, mal ganz hier zu bleiben …“

nba/ arb

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