Streit mit Gemeinde Icking

Hund beißt Nachbarn: Halter muss Garten nicht einzäunen

München - Ein Hundebesitzer hat vor dem Verwaltungsgericht München am Donnerstag einen Teilerfolg im Rechtsstreit gegen eine Auflage der Gemeinde Icking erzielt.

Auf Vorschlag der Richterin wurde der Bescheid abgemildert - dem Hundehalter steht es jetzt frei, auf welche Weise er ein Entweichen seiner beiden Weimaraner Vorstehhunde verhindert (Az.: M 22 K 13.4985).

Einer der Jagdhunde war im April 2013 durch die geöffnete Haustür ausgebüxt, auf das Nachbargrundstück gerannt und hatte den Nachbarn gebissen. Der Hund sei damit auffällig geworden und eine Sicherheitsanordnung grundsätzlich gerechtfertigt, sagte die Richterin. Ob eine zusätzliche Einfriedung das Problem löse, wie von der Gemeinde verlangt, sei fraglich: „Irgendwo ist immer eine Tür.“ Nach dem geänderten Bescheid muss der Hundehalter aber gewährleisten, dass seine Hunde zu keiner Zeit entweichen können - sonst drohen ihm Zwangsgelder.

dpa

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