Dem Tierquäler auf den Fersen

Hund wäre an Giftköder fast gestorben: Polizei hat erste Spur

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Mischlingshündin Nana fraß am Dienstag einen Giftköder in der Berghamer Straße.

Der „Hundehasser von Otterfing“ treibt weiter sein Unwesen. Nach Angaben der Polizei wurden bis Mittwoch insgesamt 36 Giftköder entdeckt. Die Ermittler verfolgen bereits erste Spuren. 

Otterfing – Nicht weniger als zwei Kilo Wiener Würstchen präparierten der oder die Täter, die  Giftkörner drückten sie wie Merkur.de berichtet unter die Wurstpelle. Ausgelegt waren die Fressfallen fast ausschließlich entlang der Berghamer Straße.

Möglicherweise steht das Ausbringen der Giftköder in Verbindung mit einem Vorfall am Montag: Eine Grundschülerin war auf dem Nachhauseweg von einem Hund gestellt und angebellt worden. Denkbar sei, so ein Polizeisprecher, dass dafür jemand „Vergeltung“ üben wollte. „Wir gehen dieser Spur nach“, sagte der Sprecher. Auch Anwohner lieferten laut Polizei erste Hinweise.

Nach ersten Ermittlungen verteilte der Täter die Fressfallen in der Nacht auf Dienstag am Wegesrand, rund um Bäume und Hydranten. Gegen 9 Uhr hatte die Mischlingshündin einer 44-jährigen Otterfingerin den Köder gefressen; das Tier musste in einer Klinik behandelt werden.

Bauhof-Leiter Franz Huber und sein Team fanden und beseitigten im Laufe des Dienstags weitere Köderwürstl. Gestern früh durchkämmte ein siebenköpfiges Bauhof-Team erneut den Ort. Ehe starker Schneefall die Suche beendete, entdeckten die Männer zwei weitere Fallen. „Die wurden frisch ausgelegt“, glaubt Huber, „das Gift lag nur wenige Meter von Stellen entfernt, die wir am Dienstag gesäubert haben.“ Vorsorglich wurde an allen Fundorten der Boden großflächig abgetragen.

Versteckt hatte der Tierquäler seine Giftköder in Wiener-Stückchen.

Unklar ist noch, welches Gift der Täter verwendete. Laut Polizei waren die getränkten Weizenkörner entweder mit Rattengift versetzt oder stammen aus einem Arsenal, das gegen Tauben eingesetzt wird. Die Giftwürstl werden derzeit spurentechnisch untersucht, um weitere Hinweise auf den Täter zu bekommen.

Bauhof-Chef Huber hofft, dass dem Tierquäler schnell das Handwerk gelegt wird: „Wer so etwas macht, nimmt billigend in Kauf, dass auch Kinder die Körner finden und sich schwer vergiften.“

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